Deutsches Kinderhilfswerk: Am Weltgesundheitstag 2019 besonderes Augenmerk auf Kinder richten

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Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt anlässlich des
heutigen Weltgesundheitstages ein besonderes Augenmerk auf die
Gesundheitsversorgung von Kindern in Deutschland an. Insbesondere
Flüchtlingskinder sind durch die Einschränkungen des
Asylbewerberleistungsgesetzes an vielen Stellen nur unzureichend
gesundheitlich versorgt, und „Kindern ohne Papiere“ wird in der Regel
gar keine medizinische Versorgung zuteil. Probleme gibt es auch bei
der Unterbringung von Flüchtlingskindern in Erstaufnahmeeinrichtungen
und Gemeinschaftsunterkünften, in denen Kindern oft elementare Rechte
wie Bildung und Gesundheit vorenthalten werden.

„Wir müssen in Deutschland für alle Flüchtlingskinder mit Hilfe
einer regulären Versicherungskarte den Zugang zu einer vollständigen
ärztlichen Versorgung sicherstellen. Das umfasst sowohl die
medizinische Grundversorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen als
auch den Zugang zur medizinischen Standardversorgung nach der
Erstaufnahme. Die Gesundheitsversorgung gleicht aber bisher einem
Flickenteppich, jedes Bundesland hat hier andere rechtliche
Standards, zum Beispiel in Bezug auf die Erteilung einer
elektronischen Gesundheitskarte. Zudem ist beispielsweise eine gute
Aufklärung der Eltern über die Sinnhaftigkeit von Impfungen wichtig,
da so der Schutz von Kindern vor krankheitsbedingten Schäden
verbessert werden kann“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer
des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Und auch bei der generellen Versorgung mit Kinder- und
Jugendärzten in Deutschland besteht Handlungsbedarf. Denn nach
Ansicht von rund einem Drittel der Eltern in Deutschland (34 Prozent)
gibt es in der Nähe ihres Wohnortes keine ausreichende Versorgung mit
Kinder- und Jugendärzten. In Kleinstädten bis 5.000 Einwohner ist
rund die Hälfte der Eltern dieser Ansicht (49 Prozent). Zu diesen
Ergebnissen kommt eine Umfrage des Politikforschungsinstituts Kantar
Public im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes aus dem letzten
Jahr.

„Zum in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen
Kinderrecht auf bestmögliche Gesundheit gehört auch die ausreichende
Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten. Es darf nicht sein, dass
Eltern nach der Geburt eines Kindes oder nach einem Umzug keinen
Kinderarzt finden, oder für sich und ihre Kinder unzumutbar weite
Wege auf sich nehmen müssen. Es muss dringend Mechanismen der
Bedarfsplanung geben, die das verhindern. Sonst droht insbesondere
die Vorsorge auf der Strecke zu bleiben“, so Hofmann weiter.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in diesem Jahr das Thema
„Flächendeckende und umfassende Gesundheitsversorgung“ (Universal
Health Coverage) in den Mittelpunkt des Weltgesundheitstages
gestellt. Laut WHO muss eine flächendeckende und umfassende
Gesundheitsversorgung dafür sorgen, dass jeder Mensch medizinische
Versorgung in Anspruch nehmen kann, ohne dabei in eine finanzielle
Notlage zu geraten. Es soll sichergestellt werden, dass jeder Mensch
die medizinische Versorgung erhält, die er braucht und wann immer er
sie braucht.

Weitere Informationen und Rückfragen:

Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-308693-93
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Original-Content von: Deutsches Kinderhilfswerk e.V., übermittelt durch news aktuell

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