Erlöse des Festlichen Konzerts Bochum helfen Menschen mit HIV / Psychologin für Trauma-Therapie nimmt Arbeit im WIR-Bochum auf

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Am 1. Dezember 2018 findet das 3. Festliche
Konzert der Bochumer Symphoniker zu Gunsten der Deutschen
AIDS-Stiftung im Anneliese Brost Musikforum Ruhr statt. Mit den
Konzert-Erlösen des vergangenen Jahres finanziert die AIDS-Stiftung
seit April 2018 eine Teilzeitstelle im Rahmen der psychologischen
Arbeit im Walk in Ruhr – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin
(WIR). Das Angebot zur Trauma-Therapie ist notwendig, da vier von
zehn Behandelten psychische Erkrankungen aufweisen. Sie ermöglicht,
kurzfristig die Menschen zu betreuen, die neben der HIV-Infektion
psychische Probleme aufgrund von Traumata aufweisen. Die Konzerte
sind eine Kooperation der Deutschen AIDS-Stiftung mit den Bochumer
Symphonikern und dem WIR am Katholischen Klinikum in Bochum.

Im Quartal werden im WIR 1 500 Menschen mit HIV/AIDS behandelt.
Davon weisen etwa 40 Prozent psychische Erkrankungen auf, 20 Prozent
sind traumatisiert. Viele der traumatisierten Erwachsene haben
sexuelle, emotionale oder physische Gewalt in der Kindheit oder im
Kontext ihres sexuellen Coming-Outs erfahren. Es fällt ihnen schwer,
sich in Beziehungen klar abzugrenzen, zur Wehr zu setzen oder sie
übernehmen die Schuld für das Geschehen. Kommt die Diagnose
„HIV-positiv“ hinzu, ist es für sie kaum möglich, darüber zu
sprechen.

Ziel der Gesprächstherapie ist die Beziehungsgestaltung. „Ich sehe
immer wieder PatientInnen, die seit Jahren von ihrer HIV-Infektion
wissen, aber nie darüber gesprochen haben. Es ist wirklich schwer
vorstellbar, wie man das aushalten kann. Für die PatientInnen ist es
sehr stabilisierend, die positive Erfahrung zu machen, über ihre
Probleme zu reden.“, sagt die neu eingestellte Psychotherapeutin
Diana Janknecht. Entscheidend für die Therapie ist auch die
Sensibilität der Therapeutin/ des Therapeuten. „Ich wünsche mir, dass
mehr KollegInnen offener werden für unterschiedliche Lebensentwürfe
und dass Themen wie Sexualität, homosexuelle Lebenswelten und
Drogengebrauch stärker in der psychotherapeutischen Ausbildung
vorkommen. Nur wer die Lebenswelten der PatientInnen versteht, kann
ihnen bei der Bewältigung ihrer psychischen Leiden helfen.“, so
Janknecht weiter.

Im WIR kooperieren unterschiedliche Institutionen miteinander. So
ist Diana Janknecht parallel zur ärztlichen Sprechstunde tätig.
PatientInnen können direkt an sie verwiesen werden. „Der Bedarf an
psychotherapeutischer Unterstützung ist enorm groß“, weiß Prof. Dr.
Norbert H. Brockmeyer, Mitbegründer des WIR und Präsident der
Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). „Ohne die finanzielle
Unterstützung der AIDS-Stiftung wäre das Angebot so nicht möglich
gewesen“. Um das soziale Umfeld zu stärken, ist eine weitere
Vermittlung von der Akutsprechstunde zur Aidshilfe Bochum möglich.

Um die dringend notwendige Arbeit auch weiterhin unterstützen zu
können, werden die Bochumer Symphoniker mit ihrem
Generalmusikdirektor Steven Sloane wie auch die beteiligten Solisten
für dieses Konzert wieder auf ihre Gage verzichten.

Eintrittskarten für das Konzert am 1. Dezember sind erhältlich für
50 / 40 / 30 EUR (zzgl. VVK-Gebühren) an der Konzertkasse im
Anneliese Brost Musikforum Ruhr, der Bochum Touristinfo, an allen
AD-Ticket Vorverkaufsstellen bundesweit sowie telefonisch unter 02 34
/ 910 86 66 und im Internet unter: www.bochumer-symphoniker.de.
Premiumtickets mit sehr guten Plätzen und einem Get together nach dem
Konzert für 200 EUR gibt es bei der Deutschen AIDS-Stiftung,
telefonisch unter 02 28 / 60 46 9-0 oder per E-Mail an:
info@aids-stiftung.de

Die Veranstalter danken herzlich den Partnern, Förderern und
Sponsoren Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV),
Vonovia, Katholisches Klinikum Bochum, Evonik Industries,
Knappschaft-Bahn-See und Stadtwerke Bochum.

Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung: IBAN: DE85 3705 0198
0008 0040 04

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation
in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung
bietet. Sie hilft seit über 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV
und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und durch die
Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen.
Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte
Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre
Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Die Urstifter 1987 waren
Rainer Ehlers, der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
(PKV) und das Deutsche Rote Kreuz.

Pressekontakt:
Pressestelle der Deutschen AIDS-Stiftung
Dr. Volker Mertens (Pressesprecher)
Sebastian Zimer (Pressereferent)

Telefon: 0228 60469-31 und -33
Fax: 0228 60469-99
E-Mail: presse@aids-stiftung.de

Münsterstraße 18
53111 Bonn
www.aids-stiftung.de

Original-Content von: Deutsche AIDS-Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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