FDP-Urgestein Burkhard Hirsch fürchtet “erhebliche Schäden” für seine Partei nach der Thüringen-Krise Kemmerich für eine Zukunft in der FDP “disqualifiziert”

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Der FDP-Politiker Burkhard Hirsch, ein “Urgestein” seiner Partei,
erwartet nach den Wirren um die Wahl Thomas Kemmerichs zum Ministerpräsidenten
von Thüringen Verluste für die Liberalen bei den anstehenden Kommunalwahlen in
Bayern und der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft. “Ich fürchte, dass der Schaden
für die FDP erheblich sein wird”, sagte der der frühere Bundestagsvizepräsident
und ehemalige NRW-Innenminister dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe).
Die Vorgänge in Thüringen hätten das Ansehen der FDP belastet. “Thomas Kemmerich
hätte die Wahl gar nicht erst annehmen dürfen. Das war ein schwerer
strategischer Fehler, mit dem er sich für eine politische Zukunft in der FDP
disqualifiziert hat. Die Art und Weise, wie er die Sache vergeigt hat, zeigt,
dass seine Fähigkeiten zweifellos nicht im politischen Bereich liegen.” Der
89-Jährige begrüßte es, dass Parteichef Christian Lindner am heutigen Freitag im
Parteivorstand die Vertrauensfrage stellen will. “Ich bin mir sicher, dass er
gestärkt aus der Abstimmung hervorgehen wird.” Die CDU in Thüringen forderte er
auf, den Weg zu Neuwahlen freizumachen. Dazu ist eine Zweidrittelmehrheit
erforderlich. Hirsch forderte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer
auf, die Thüringer CDU per Anweisung zu einem Votum für Neuwahlen anzuhalten.

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