Fürth hat eine neue Präsidentin

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Ruth Schmidthammer (Links) folgt auf Karin Schubert als Präsidentin des Soroptimist-Club Fürth.
 

Frauen treten zwar heute viel selbstbewusster und unabhängiger auf als früher, doch noch immer werden ihre Erfolge und Leistungen nicht oder nur geringfügig wahrgenommen. Deshalb gilt es, Frauen und ihr Potenzial noch stärker ins Bewusstsein zu rücken. Ruth Schmidthammer will das als neue Präsidentin des Fürther Clubs von Soroptimist International Deutschland, einer der weltweit größten Service-Vereinigungen berufstätiger Frauen, erreichen.

„Frauen und Mädchen sind stark, aber das gerät in einem strukturell meist nicht gleichberechtigtem Umfeld viel zu oft in Vergessenheit“, erklärt Ruth Schmidthammer ihre Motivation. „Die eingetrichterten Glaubenssätze aus der Kindheit ‚Sei lieb‘, ‚Sei nicht laut‘, ‚Drängle dich nicht vor‘ bestimmen ihr Verhalten und macht ihre Leistungen im Beruf und in der Gesellschaft unsichtbar. Es wird Zeit, dass Frauen nicht länger mit angezogener Handbremse unterwegs sein müssen!“ In ihrer zweijährigen Amtszeit planen sie und die 38 Frauen des Soroptimist-Club Fürth eine Reihe von gezielten Vor-Ort-Aktionen, um dafür auch in Corona-Zeiten eine breite Öffentlichkeit finden und zu zeigen, dass Frauen und Mädchen gemeinsam stark sind und alles erreichen können. „Wir Frauen müssen unsere selbstauferlegte Unsichtbarkeit beenden und damit für die Gleichheit der Geschlechter sorgen“, erklärt Schmidthammer.

Neue Präsidentin führt Arbeit ihrer Vorgängerin fort

Die neue Präsidentin knüpft damit nahtlos an ihre Vorgängerin Karin Schubert an, die in den vorangegangen beiden Jahren den Soroptimist-Club Fürth leitete. Die bekannte Fernseh- und Radiomoderatorin hatte sich ebenfalls für die Gleichstellung von Männern und Frauen in Familie, Beruf und Gesellschaft engagiert – seit jeher das Kernthema von Soroptimist International in Deutschland.

Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement setzen sich die Fürther Soroptimistinnen auch weiterhin vor allem für Frauen und Mädchen in der Region ein. Aktionen wie der Verleihung des MINT Preis zur Förderung von jungen Frauen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, interkulturelle Treffen zum Global Women Day oder der Informationstand zum Orange Day, dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, wird der Fürther Club auch in Zukunft weiterführen ebenso wie das Engagement gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel. Unterstützt wird Ruth Schmidthammer dabei vom neugewählten Vorstand mit den beiden Vizepräsidentinnen Beate Krämer und Dr. Ursula Adamski-Störmer, der Schatzmeisterin Lisa Hümmer, der Programmdirektorin Inge Gutbrod sowie den Schriftführerin Elisabeth Stöckhert.

Mehr Diskussion für ein oft zurückgedrängtes Thema

Wichtig ist für sie alle, dass die Probleme von Frauen und Mädchen nicht von anderen elementaren Schwerpunkten, wie etwa der Corona-Pandemie und der Klimakrise, in den Hintergrund gedrängt werden und aus der öffentlichen Diskussion verschwinden. Damit sind sie ganz in der Tradition von Soroptimist International (SI), die sich weltweit zum Ziel gesetzt haben, die Gleichstellung der Frauen in rechtlicher, sozialer und beruflicher Hinsicht zu erlangen. Das Netzwerk berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen, für die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen ein. Als eine bei der UN akkreditierte NGO bekennt SI sich zur Agenda 2030 und den 17 Nachhaltigkeitszielen – Social Development Goals. In Deutschland zählt die Organisation aktuell 6.700 Mitglieder in 221 regionalen Clubs.

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