Gestalten statt Aufhalten / Treffen europäischer Bürgermeister zum Strukturwandel: Umbau der Kohleregionen braucht Ziele und Willen

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Der erfolgreiche Strukturwandel in den europäischen
Kohleregionen – die sogenannte Just Transition – ist sowohl auf das
Engagement in den Gemeinden sowie Zielsetzungen und Unterstützung vom
Staat angewiesen. Das hat ein Treffen europäischer
Bürgermeister*innen sowie weiterer Vertreter*innen aus Politik,
Wissenschaft und Zivilgesellschaft am Donnerstag und Freitag in
Weißwasser (Oberlausitz) und Berlin gezeigt. So unterstrich auch
Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei ihrem Treffen mit den
Bürgermeister*innen die Bedeutung lokaler, regionaler wie nationaler
und europäischer Zusammenarbeit.

„Ein erfolgreicher Strukturwandel kommt nicht von selbst. Er
braucht in einem ersten Schritt klare Rahmenbedingungen von
nationaler Ebene: In Deutschland bedeutet das, zumindest die von der
Kohlekommission empfohlenen kurz- und mittelfristigen
Kraftwerksabschaltungen endlich verbindlich zu machen, damit alle
Beteiligten den Pfad kennen, auf den sie sich begeben müssen“,
fordert Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim
WWF Deutschland. „In einem zweiten Schritt kommt es dann auf gute
Unterstützung und Initiativen seitens nationaler Regierungen und
EU-Ebene ebenso wie vor Ort an. Die Europäische Union muss den
sozialverträglichen Strukturwandel in Kohleregionen viel stärker als
bisher durch Strukturhilfemittel unterstützen.“

Es gilt, den Strukturwandel als Chance zu begreifen: „Indem der
Strukturwandel von der alten, schädlichen Kohleindustrie loslässt und
auf neue Ideen, nachhaltige Technologien und Industrien setzt, macht
er die Regionen zukunftsfähig und trägt dazu bei, die Klimakrise
aufzuhalten. Mit einem erfolgreichen Strukturwandel können wir
Klimaschutz und wirtschaftliches Wohlergehen miteinander verbinden“,
sagt Schäfer.

Zum sogenannten Forum of Mayors on Just Transition waren
Bürgermeister*innen aus Deutschland und insbesondere ost- und
südosteuropäischen Staaten zusammengekommen.

Die Idee, sie und andere wichtige Akteure für die Gestaltung des
Wandels zusammenzubringen, ist im Rahmen des Projektes „Regions
Beyond Coal“ der WWF Büros in Bulgarien, Deutschland, Griechenland
und Polen als Teil der europäischen Klimainitiative (EUKI)
entstanden. Das Treffen in Weißwasser und Berlin war das zweite
seiner Art. Das erste fand im vergangenen Jahr auf Initiative des
damaligen Bürgermeisters Lefteris Ioannidis im griechischen Kozani
statt.

Pressekontakt:
WWF Deutschland
Lea Vranicar
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 467
lea.vranicar@wwf.de

Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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