“Giftig” – Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Thüringen

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Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) kommentiert den Vorstoß
von Bodo Ramelow in Thüringen:

“Als “Befreiungsschlag” für Thüringen wurde der Vorschlag Bodo Ramelows
gewertet, die ehemalige CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht für den
Übergang ins Amt zu wählen. Respekt wurde ihm von links gezollt für diese
“staatstragende” Initiative. So ein Unsinn. Das, was der 64-Jährige da auf den
Tisch geknallt hat, ist vor allem eines: eine giftige Provokation. Und weniger
konstruktiv als erbarmungslos. Ja, die Idee einer CDU-Ministerpräsidentin, die
den thüringischen Knoten löst, hat Charme. Aber so einen Plan wirft man nicht
einfach so in die Öffentlichkeit. Man überrumpelt die politischen Partner nicht.
Und man sucht auch – zumindest das! – zuvor das Gespräch mit der Auserkorenen.

Wenn Ramelow tatsächlich die Regierungskrise beenden will, muss er gemeinsam mit
CDU-Abgeordneten eine Lösung finden, die bei Neuwahlen ihr Mandat riskieren.
Diese Entscheidung zu treffen, verlangt Größe. Zumal auch die gemeinsame Wahl
einer CDU-Regierungschefin mit Stimmen der Linken das geltende
Kooperationsverbot untergräbt. Heikel. Ramelow jedoch sucht nicht die Einigung.
Er setzt der CDU-Fraktion die Pistole auf die Brust. Kann man machen – zumal bei
der Vorgeschichte. Fein und staatstragend ist das aber nicht.”

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/66730/4523989
OTS: Rhein-Neckar-Zeitung

Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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