Greenpeace-Studie: Erneuerbare Energien schon heute in der Hälfte der G20 günstiger als Kohle und Atom Windkraft und Solar bis spätestens 2030 in allen 20 Staaten billigste Stromquelle

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5. 7. 2017 – Windräder und Solaranlagen werden
spätestens bis zum Jahr 2030 in allen G20-Ländern die günstigste Form
der Stromerzeugung sein. In rund der Hälfte der Staaten sind
Erneuerbare Energien seit 2015 billiger oder gleich teuer wie Strom
aus klimaschädlichen Kohlemeilern oder gefährlichen Atomkraftwerken.
Dies ist das Ergebnis einer Studie der finnischen Lappeenranta
University of Technology im Auftrag von Greenpeace. Sie vergleicht
die Stromerzeugungskosten für Erneuerbare Energien mit denen
konventionellen Energien in allen G20-Staaaten. „Klimaschutz wird in
den G20 immer wirtschaftlicher“, sagt Greenpeace Energieexperte
Tobias Austrup. „Wer heute noch Geld in Kohlemeiler und
Atomkraftwerke steckt, investiert in Technik, die morgen nicht mehr
wettbewerbsfähig ist. Vom G20-Gipfel muss ein klares Signal zum
raschen Ausbau der Erneuerbaren ausgehen.“ Die Studie online:
http://gpurl.de/wo8d2

Die Studie kalkuliert die Stromerzeugungskosten in allen
G20-Staaten für die Jahre 2015 und 2030. Demnach erzeugen Windparks
schon 2015 in weiten Teilen Europas, Südamerika, den USA, China und
Australien den günstigsten Strom. Im Jahr 2030 wird die Solarenergie
so günstig sein, dass sie in vielen G20-Ländern die Windkraft noch
unterbietet. Durch die raschen technischen Fortschritte und die
dadurch sinkenden Preise wird dieser Punkt schon deutlich vor dem
untersuchten Basisjahr 2030 erreicht.

Greenpeace-Länderprofile der G20 zeigen den Anfang vom Ende der
Kohle

Die ökonomischen Erfolge der Erneuerbaren schlagen sich inzwischen
im Energiemix der G20-Staaten nieder. Greenpeace-Länderprofile zur
Energie- und Klimapolitik aller G20-Mitglieder zeigen, dass der
absolute Kohleanteil an der Energieversorgung der Ländergruppe
zwischen 2012 und 2014 stagniert. Seither sinkt der Anteil der Kohle.
Zwischen 2015 und 2016 halbierte sich die Gesamtkapazität geplanter
Kraftwerke. „Wir erleben den Anfang vom Ende der Kohle“, sagt
Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss. „Die G20 müssen dafür
sorgen, dass schmutzige Kohlekraftwerke noch schneller durch saubere
Erneuerbare ersetzt werden. Auch Deutschland kann sich nicht mehr vor
dem überfälligen Kohleausstieg drücken.“ Die G20-Länderprofile
online: http://gpurl.de/WSOEy

Weltweit folgen die Investitionen der mit der Greenpeace-Studie
untermauerten Kostenentwicklung: Im Jahr 2016 wurden nach UN-Angaben
etwa doppelt so viel in Erneuerbare Anlagen investiert wie in
konventionelle Kraftwerke. Etwa 55 Prozent der neuen Stromkapazitäten
basierten im vergangenen Jahr auf Erneuerbare Energien – ein
Rekordwert. US-Präsident Donald Trump hingegen hat angekündigt,
Kohlestrom und Atomenergie fördern zu wollen. „Trumps Energiepolitik
ist ein schlechter Deal mit Ansage“, so Austrup. „Die USA haben beste
Voraussetzungen um Wind- und Solarenergie auszubauen. Bundesstaaten
wie Kalifornien, Texas oder Iowa werden sich dieses Chance nicht
entgehen lassen.“

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Tobias Austrup, Tel.
0160-5369806, oder Pressesprecher Gregor Kessler, Tel. 0151-72702918.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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