Internationaler Tag der Bildung: Vier Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht zur Schule

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Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung
(24.01.) weist die UNO-Flüchtlingshilfe darauf hin, dass weltweit
vier Millionen Flüchtlingskinder nicht zur Schule gehen können. Neben
der lebensrettenden Nothilfe ist die Unterstützung von
Bildungsprogrammen für Flüchtlinge daher ein Hauptanliegen der
UNO-Flüchtlingshilfe. Mit knapp drei Millionen Euro unterstützte sie
2018 internationale Bildungsprojekte. Fast 150.000 Euro gingen
darüber hinaus an Bildungsprojekte in Deutschland für junge
Geflüchtete. Mit dem durch die UN ausgerufenen Internationalen Tags
der Bildung bekennen sich die Mitgliedsstaaten dazu, dass Bildung und
der Zugang dazu unerlässlich sind für eine nachhaltige Entwicklung
und die Chance auf eine Teilnahme an der Gesellschaft.

„Wenn Menschen fliehen, geht es oft ums reine Überleben und darum,
die Familie in Sicherheit zu bringen. Doch nach der Nothilfe muss
Bildung wieder eine Rolle spielen. Es ist wichtig, dass gerade junge
Flüchtlinge weiterlernen, damit sie für sich Perspektiven entwickeln
und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Darum müssen wir
insbesondere geflüchteten Kindern die Chance auf Bildung
ermöglichen“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der
UNO-Flüchtlingshilfe.

Die Zahlen aus einem Bericht (2018) des Flüchtlingshilfswerkes
UNHCR, dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist,
belegen die Herausforderungen: Nur 61 Prozent der Flüchtlingskinder
besuchen die Grundschule, im Vergleich zu einem internationalen
Durchschnitt von 91 Prozent, zudem sind nur 23 Prozent der
Flüchtlingskinder in einer Sekundarschule eingeschrieben. Laut
UNHCR-Bericht leben zudem rund 92 Prozent der Flüchtlingskinder in
Entwicklungsländern. Die Mittel für die Förderung der Schulbildung
sind entsprechend gering. Es fehlt an allem: Schulgebäude, Tische,
Bänke und Tafeln, Lehrpersonal, Bücher und Hefte. Die Voraussetzungen
für das Erlernen der Grundkenntnisse sind daher in den meisten
Aufnahmeländern von Flüchtlingen sehr schlecht. Und die Situation
wird mit zunehmendem Alter nicht besser: Nur ein Prozent der
Flüchtlinge weltweit besucht die Universität.

UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt national und international

In 2018 hat der Verein beispielsweise Bildungsprogramme in Kenia
mit knapp 1, 9 Millionen Euro unterstützt, u.a. das Programm „Educate
a child“: einem Projekt für Flüchtlingskinder im Grundschulalter in
den Flüchtlingscamps in Kenia, durch das mehr Kinder Zugang zu
Unterricht bekommen und gleichzeitig Lehrer gefördert werden, um
einen besseren Unterricht zu ermöglichen. Und auch in Deutschland
fördert der Verein Projekte: „Angekommen in Deiner Stadt Dortmund“
vom Träger Schul.inn.do e.V. begleitet jugendliche Flüchtlinge auf
ihrem Bildungsweg und unterstützt die Berufskollegs in der Arbeit mit
internationalen Förderklassen.

Pressekontakt:
Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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