Jemen: Steigende Nahrungsmittelkosten gefährden Kinderleben

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Die strauchelnde Wirtschaft und der anhaltende
Währungsverfall im Jemen sind für Kinder dort inzwischen ebenso
lebensbedrohlich wie die anhaltenden Bombardierungen, warnt die
Kinderrechtsorganisation Save the Children.

Die Kosten für Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis, Salz, Zucker
und Speiseöl haben sich seit der Eskalation der bewaffneten Kämpfe im
Jemen im Jahr 2015 fast verdoppelt. Viele Familien haben große Mühe,
ihre tägliche Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen, Eltern wissen
oft nicht, woher die nächste Mahlzeit für ihre Kinder kommen soll.

„Der wirtschaftliche Zusammenbruch im Jemen ist ein lautloser
Killer. Viele Jemeniten kämpfen ums nackte Überleben. Eltern
berichten unseren Mitarbeitern, wie sie Mahlzeiten auslassen oder bis
zu zwei Tage lang selbst nichts essen, um die wenige verfügbare
Nahrung an ihre Kinder zu geben. Die wirtschaftliche Lage
verschlechtert sich, das Geld ist immer weniger wert und die Menschen
werden für ihre Arbeit nicht mehr bezahlt“, sagt Tamer Kirolos,
Länderdirektor für den Jemen bei Save the Children.

In den vergangenen drei Jahren ist der Wert der lokalen Währung
Rial eingebrochen und inzwischen auf einem historischen Tiefstand
angelangt. Dadurch sind Güter der täglichen Grundversorgung, wie
Nahrung, Wasser, Elektrizität, Treibstoff und Medizin eklatant teurer
geworden. Gleichzeitig erhalten Angestellte des öffentlichen Sektors,
die ein Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung stellen, schon seit
Monaten keinen Lohn mehr. Viele Eltern können daher ihre Familien
nicht mehr ernähren.

Die Vereinten Nationen warnen inzwischen davor, dass die
Hungersnot im Jemen bald 14 Millionen Menschen betreffen könnte, wenn
sich die Lage nicht sehr schnell markant verbessert.

„Save the Children appelliert an alle Konfliktparteien, die
Lieferung von humanitären Hilfsgütern und von Waren in den Jemen
vollständig und bedingungslos zuzulassen, um die Lebenshaltungskosten
zu senken. Am wichtigsten bleibt die Forderung an alle Parteien, sich
auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und auf die Einleitung eines
von den Vereinten Nationen koordinierten Friedensprozesses zu
verpflichten“, sagt Tamer Kirolos.

Bildmaterial und ein Interview mit Dr. Mohammed, Mitarbeiter in
einer von Save the Children unterstützten Gesundheits-Einrichtung in
Sa–ada, Jemen finden Sie hier: bit.ly/2Pjpl9X

Medienanfragen und Interviewwünsche richten Sie bitte an

Davina Hagan
davina.hagan@savethechildren.org
+44 7732 601 762

Außerhalb von Bürozeiten
Media@savethechildren.org.uk
+44 7831 650 409

Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Witte
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 812
Mail: presse@savethechildren.de

Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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