Kammergründer benachteiligen Altenpfleger / bpa kritisiert ungeeignete Bedingungen der Wahl zur Vertreterversammlung

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Schon mit ihren ersten Beschlüssen stellt die
Gründungskonferenz für die geplante rheinland-pfälzische Pflegekammer
die Weichen für eine systematische Benachteiligung der
Altenpflegekräfte. Kandidaten für die wichtige Wahl zur
Vertreterversammlung im Herbst sollen vorab
Unterstützerunterschriften von 150 anderen Pflegekräften vorlegen.
„In kaum einer Altenpflegeeinrichtung sind auch nur annähernd so
viele Pflegekräfte beschäftigt, die dann eine Kollegin oder einen
Kollegen unterstützen könnten“, kritisiert der Präsident des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Bernd
Meurer.

An den Regelungen zur Wahl der Vertreterversammlung lasse sich
schon jetzt ablesen, wie sehr die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz von
der Krankenpflege dominiert wird und welche Rolle der Altenpflege
zugedacht ist, so Meurer. „Die wichtigsten Akteure in der neuen
Kammer kommen aus dem Krankenhaussektor und denken weiterhin in ihren
Kategorien und Dimensionen, so kommt die Altenpflege bei vielen
Entscheidungen unter die Räder. Einer Pflegekraft aus einem großen
Klinikum fällt es schließlich leicht, 150 Unterstützer anzusprechen
und zu werben. Die Gründungskonferenz schafft also Strukturen, mit
denen die Altenpflege dauerhaft benachteiligt wird.“

„In einer Pflegekammer müssen auch gerade die Altenpflegekräfte,
die die Versorgung der älter werdenden Bevölkerung sichern,
angemessen mitreden dürfen“, fordert Meurer. „Bei der Gestaltung von
Strukturen für die Interessenvertretung darf nicht das Recht des
Stärkeren gelten, mit dem Krankenhausvertreter die Altenpflege
ausbooten. Hier ist die Landesregierung gefordert zu handeln. „

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
400 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Jutta Schier, Landesbeauftragte, 06131 – 88 032 0,
www.bpa.de

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