Kein Einweg-Plastik inÄmtern und Behörden: Deutsche Umwelthilfe startet Aktion für Mehrwegflaschen in allen öffentlichen Einrichtungen

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Verbrauch von 31.000 Einweg-Plastikflaschen pro
Minute in Deutschland – Deutsche Umwelthilfe fordert radikales
Gegensteuern: Alle Ämter und öffentlichen Einrichtungen sollen sich
verpflichten, auf Getränke in Einweg-Plastikflaschen und
Getränkedosen zu verzichten – DUH fordert Grundsatzentscheidungen von
den jeweiligen Behördenleitern für Veranstaltungen,
Mitarbeitergetränke und Kantinen – Ersatz von Einwegflaschen und
Getränkedosen durch regionale Mehrweg-Getränke leistet wichtigen
Beitrag zur gesetzlichen Mehrwegquote und dem Klimaschutzziel der
Bundesregierung – DUH lobt Beschaffungsrichtlinie in Hamburg zum
Verbot von Einweg-Plastikflaschen, Kaffeekapseln und Einweggeschirr
als Vorbild für andere Bundesländer

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet ab sofort eine bundesweite
Aktion, um den Verbrauch von Einwegplastik in öffentlichen
Einrichtungen zu begrenzen. Im Rahmen der öffentlichen Beschaffung
fordert die DUH ein Verbot von Einweg-Plastikflaschen und
Getränkedosen sowie den verpflichtenden Einsatz von
umweltfreundlichen Mehrwegflaschen in allen deutschen Ämtern. Damit
könnten der jährliche Verbrauch von mehr als 16 Milliarden
Einweg-Plastikflaschen verringert und zehntausende Tonnen des
schädlichen Klimagases CO2 vermieden werden.

Ministerien, Behörden, Ämter, aber auch städtische Einrichtungen
wie Schulen und Betriebe müssen mit gutem Beispiel vorangehen und
einen eigenen Beitrag zur Verringerung der Plastikmüllflut, zur
Erreichung der gesetzlichen Mehrwegquote von 70 Prozent und des
Klimaschutzziels der Bundesregierung leisten. Wie dies gehen kann,
zeigt das Bundesland Hamburg, wo durch verbindliche Vorgaben zur
öffentlichen Beschaffung der Einkauf von Einweg-Plastikflaschen
verboten ist.

„Anstatt eine konsequente Mehrwegpolitik bei Getränkeverpackungen
voranzutreiben, legt Umweltministerin Svenja Schulze bislang die
Hände in den Schoß und entlässt Hersteller und Händler weitestgehend
aus ihrer Verantwortung zur Abfallvermeidung. In der Folge fallen
hierzulande in jeder Minute mehr als 31.000 Plastikflaschen als
Abfall an. Mit unserer heute gestarteten Aktion gegen
Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen in Gemeinden, Ämtern und
Schulen möchten wir ein Zeichen gegen diese Plastikmüllflut setzen
und auf die Notwendigkeit der öffentlichen Hand hinweisen, mit
positivem Beispiel voranzugehen. Die öffentlichen Dienststellen
können einen echten Beitrag gegen das Plastikproblem erbringen, wenn
sie anstelle von Wasser und Brause in Einweg-Plastikflaschen, auf in
allen Produktsegmenten verfügbare regionale Mehrweg-Produkte
umsteigen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die DUH wird alle Bundes- und Landesministerien, Landkreise und
kreisfreien Städte zum bisherigen Einsatz von Einweg- bzw.
Mehrweggetränkeverpackungen befragen und sie gleichzeitig auffordern,
sich im Rahmen ihrer öffentlichen Beschaffung zu verpflichten,
zukünftig den Kauf von Einweg-Plastikflaschen, Getränkedosen sowie
weiteren verzichtbaren Einwegprodukten, wie zum Beispiel
Kaffeekapseln, zu verbieten. Stattdessen muss für Verwaltungen,
Schulen und Betriebe der öffentlichen Hand, wie auch für alle
öffentlichen Veranstaltungen, ein Mehrweggebot vorgeschrieben werden.

Wie eine abfallvermeidende Beschaffungspolitik und Förderung von
Mehrweg bei Getränken vorbildlich umgesetzt wird, zeigt das
Musterbeispiel der Verwaltung der Hansestadt Hamburg. Dort wurde
bereits Anfang 2016 ein verbindlicher Leitfaden für eine
umweltfreundliche öffentliche Beschaffung verabschiedet. Der
Hamburger Senat hat einen Kriterienkatalog beschlossen, der strenge
ökologische Standards für Einkauf und Vergabe definiert. Hamburger
Ämter, Behörden und Einrichtungen dürfen keine Kaffeemaschinen mit
Alukapseln, Mineralwasser in Einwegflaschen oder Einweggeschirr
einkaufen. Mit ihrem Einkaufsvolumen von jährlich rund 250 Millionen
Euro trägt die Stadt dazu bei, dass nachhaltige Produkte am Markt
noch mehr Akzeptanz und Absatz finden.

„Die Bundesregierung will und muss die deutschen
Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent senken. Doch
wie kann sie von den Bürgern und der Wirtschaft erwarten, dass diese
ihren Beitrag leisten, wenn sie nicht selbst mit gutem Beispiel
vorangeht? Durch den konsequenten Einsatz von Mehrwegflaschen in
allen öffentlichen Einrichtungen können viele tausend Tonnen CO2
eingespart werden. Bundes- und Länderminister, Bürgermeister und
Landräte sind deshalb aufgefordert, ihre Beschaffungsrichtlinien so
anzupassen, dass Einweg-Plastikflaschen und andere unnötige
Verpackungen nicht mehr erlaubt sind“, sagt der DUH-Leiter für
Kreislaufwirtschaft Philipp Sommer.

Links:

– Mehrweg ist Klimaschutz https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/

– Problem Einweg-Plastikflaschen
https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/einweg-plastikflaschen/

– Vorteile von Mehrwegflaschen
https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/vorteile-von-mehrweg/

– Umweltfreundlichkeit von Getränkeverpackungen
http://ots.de/yYzVFL

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Philipp Sommer, Stellvertretender Leiter Kreislaufwirtschaft
030 2400867-462, sommer@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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