Klimaschutz in Landkreisen und Kommunen: Es bleibt noch viel zu tun

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Im Fokus des Treffens standen in diesem Jahr wieder aktuelle Themen aus dem Betätigungsfeld regionaler und kommunaler Klimaschutzmanager. Im Rahmen der überwiegend in Workshopform gehaltenen Veranstaltung stand der Wissenserwerb von Experten aus Theorie und Praxis ebenso wie der Austausch zu aktuellen Themen im Vordergrund.

Anton Heindl, stellvertretender Bürgermeister der gastgebenden Stadt Rosenheim, betonte in seiner Begrüßung, dass Klimaschutz eine existentielle Herausforderung sei und gleichzeitig große Chancen biete – auch auf kommunaler Ebene. Um diese Chancen zu ergreifen, sei noch viel Netzwerkarbeit nötig. Auch Thomas Nieborowsky, Geschäftsführer des KUMAS e. V. und Leiter der AG Umwelt im EMM e.V., fügte hinzu: „Vor uns liegen noch viele Herausforderungen, gerade um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Die Netzwerktreffen des EMM e.V. bieten den Klimaschutzmanagern hier gute Hilfestellung und Unterstützung.“

In Einführungsreferaten sprachen Prof. Dr. Harald Krause (Hochschule Rosenheim) zu „Energieeffizienz und Wärmeschutz in Gebäuden“ sowie Prof. Dr. Manfred Miosga (KlimaKom eG) zur „aktuellen politische Lage und den Herausforderungen für den Klimaschutz und die Energiewende auf kommunaler Ebene“. Er konstatierte kritisch, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in seiner jetzigen Form die Energiewende bremse, da Photovoltaik und Windkraft an Land schon heute die günstigsten Energiequellen seien. Daher würden diese durch Einspeisevergütungen sogar teurer gemacht als sie sein müssten.

In den Workshops des zweitägigen Netzwerktreffens stand der Austausch zu den Themen Energiegenossenschaften, Klimaschutzmonitoring, Energieberatung, Quartierssanierung sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Klimaschutzmanager im Vordergrund. Auch einige Best Practice Beispiele aus Rosenheim wurden vorgestellt und diskutiert.

Prof. Miosga, der die Netzwerktreffen der Klimaschutzbeauftragten von Anfang an begleitet hatte, formulierte seine Beobachtungen zur Entwicklung der letzten Jahre so: „Wir haben jetzt das dritte Netzwerktreffen hinter uns und innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre hat sich doch sehr vieles entwickelt: Zu Beginn standen alle vor sehr allgemeinen Fragestellungen, eine grundsätzliche Orientierung war nötig. Heute arbeiten wir an sehr viel konkreteren, spezielleren Aufgaben und deren Lösungen.“

Auch auf der Metropolkonferenz des EMM e.V. am 1. Juli 2014 in Neuburg an der Donau wird das Thema Klimaschutz in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen. Diese steht unter dem Titel „Energiewende mit lokalen Klimaschutzkonzepten. Reicht das?“

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