Metropolkonferenz: Energiewende mit lokalen Klimaschutzkonzepten. Reicht das?

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Alle vier Veranstalter der Metropolkonferenz 2014 eint ihr Engagement für den Klimaschutz – aus den unterschiedlichen Perspektiven einer regionalen Netzwerkorganisation, eines Landkreises, einer Großen Kreisstadt sowie eines Automobilunternehmens. Dr. Peter F. Tropschuh, Leiter Corporate Responsibility der AUDI AG, fasst das Herangehen seines Unternehmens vor der Veranstaltung zusammen: „Als langjähriges Mitglied des EMM e.V. und wegen unseres neuen Standorts Audi Neuburg unterstützen wir sehr gerne die diesjährige Metropolkonferenz. Der inhaltliche Schwerpunkt Energie ist auch für uns ein bedeutendes Thema. Es ist das erklärte Ziel von Audi, bei allen Aktivitäten Einwirkungen auf die Umwelt vorausschauend zu vermeiden. Insbesondere der schonende und effiziente Einsatz von Ressourcen und Energie steht dabei im Mittelpunkt. Auch der Standort Audi Neuburg ist ein Beispiel für unser Umweltmanagement, da wir hier Fernwärme aus Industrie-Abwärme und Strom aus Wasserkraft nutzen.“

Klimaaktive Gastgeber Neuburg an der Donau und Neuburg-Schrobenhausen

Die Stadt Neuburg an der Donau hat sich ebenso wie der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen das Thema „Klimaschutz“ seit vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben. Dieses Engagement mündet nun in einem erfolgreichen Pilotprojekt, dem „Abwärme- / Nahwärmeprojekt Neuburg“. Kern des Vorhabens ist die Nutzung der industriellen Abwärme von Neuburger Industriebetrieben, die potentiell rund 35 Prozent des Gesamtwärmebedarfs im Stadtgebiet decken könnte. Heute bereits fertig gestellt ist ein erstes großes Teilprojekt: Von der Abwärme eines Glasherstellers werden ein großes Mälzereiunternehmen sowie Audi Neuburg mit Energie versorgt, bis Ende 2014 kommt noch die Bundeswehrkaserne dazu. Im Rahmen der Metropolkonferenz wird Prof. Richard Kuttenreich, Technischer Werkleiter der Stadtwerke Neuburg, an der abschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen und über das Projekt berichten.

Auch der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist seit langem energiepolitisch engagiert und definierte bereits 2007 ambitionierte Ziele zur Energieeinsparung und zum Ausbau erneuerbarer Energien: Bis 2025 sollen der fossile Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent gesenkt und der derzeitige Energieverbrauch zu mindestens 50 Prozent aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Denn gerade die ländlich und landwirtschaftlich geprägte Region Neuburg-Schrobenhausen verfügt über ein beachtliches Potential an natürlichen Energieressourcen. Über diese Ziele noch hinausgehend hat der Kreistag am 21. Juni 2012 beschlossen, dass bis zum Jahr 2030 im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen so viel Energie regenerativ erzeugt werden soll, wie insgesamt verbraucht wird. Konkrete Handlungshinweise liefert der ebenfalls 2012 veröffentlichte Landkreis-Energieatlas.

Umwelt und Klimaschutz in der Metropolregion München

Das Thema Umwelt und Klimaschutz zählt auf Grund seiner Wichtigkeit zu den Konstanten in der Vereinsarbeit des EMM e.V. In einer Arbeitsgruppe und drei Facharbeitsgruppen (Klimaschutz, Landschaften, Ressourcenmanagement) werden aktuelle Herausforderungen behandelt. Regelmäßige Veranstaltungen wie das „Netzwerktreffen der Klimaschutzbeauftragten“ in der Metropolregion, dessen 3. Ausgabe am 5./6. Juni mit rund 80 Teilnehmern zu Ende ging, oder das jährliche „Symposium Energienachhaltige Kommune“ sorgen für einen laufenden Wissensaustausch zwischen den Fachleuten in der Metropolregion München.

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