Knapp 50.000 Kinder auf Sulawesi benötigen dringend mehr Schutz und Hilfe

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Nach Angaben der indonesischen
Katastrophenschutzbehörde benötigen knapp 50.000 Kinder dringend
humanitäre Hilfe. Besonders Kinder, die von ihren Angehörigen
getrennt wurden oder diese verloren haben, sind nach der verheerenden
Naturkatastrophe extrem schutzbedürftig.

„Überall sieht man Zerstörung: Häuser, die nur noch aus Schutt
bestehen, Straßen, die es einfach nicht mehr gibt. Ich mache mir
besonders um die Kinder Sorgen. Unzählige Mädchen und Jungen haben
durch diese schreckliche Tragödie ihre Eltern verloren, andere wurden
von ihren Familien getrennt. Die Kinder sind bisher komplett allein
gelassen. Viele schlafen auf der Straße, weil sie einfach nirgends
hingehen können. Viele sind voller Furcht und auch schwer
traumatisiert. Diese Art von Erfahrungen sollte kein Kind je
durchleben müssen“, sagt Zubedy Koteng, Kinderschutz-Experte von Save
the Children in Palu.

Dennoch gibt es neben all der Tragik auch Geschichten mit einem
glücklichen Ende. Eine dieser berichtete Dimas* lokalen Kollegen von
Save the Children. Seine neunjährige Schwester Puri* konnte lebend
aus den Trümmern geborgen werden. Sie lag direkt neben einer Leiche
und war zum Zeitpunkt ihrer Rettung kaum bei Bewusstsein. Zum Glück
war eine ihrer Hände zu sehen, sodass die Menschen sofort begannen,
den Schutt zu beseitigen. „Puri* wurde unter den Trümmer unseres
Hauses begraben und fünfzig Meter vom eigentlichen Standort entfernt
gefunden. Nur ganz wenige Häuser sind noch intakt. Als wir Puri*
retteten, habe ich nicht damit gerechnet, dass überhaupt noch jemand
überleben konnte. Es ist einfach ein Wunder“, sagt Dimas*.

Save the Children arbeitet mit seinem lokalen Partner Yayasan
Sayangi Tunas Cilik (YSTC) in Palu. Die Hilfsorganisation verteilt
Nothilfe-Pakete, darunter Planen und Decken, Hygienesets und richtet
Spiel- und Schutzräume ein. Besonderes Augenmerk der Organisation
liegt dabei auf der Familienzusammenführung.

„Kinder müssen so schnell es geht, wieder mit ihren Angehörigen
zusammenkommen. Das hat höchste Priorität und erfordert eine
sorgfältige Koordination zwischen anderen Hilfsorganisationen,
Behörden und der Regierung. Für verwaiste Kinder werden wir
versuchen, andere Verwandte zu finden, die für sie Sorge tragen
können“, betont Zubedy Koteng. „Eine weitere große Herausforderung
ist die Erreichbarkeit der Gemeinden auf Sulawesi. Viele liegen sehr
abgeschieden und durch die Naturkatastrophe sind die
Verkehrsverbindungen unterbrochen oder gestört. Das ist eine große
Hürde, nicht nur für die Familienzusammenführung.“

Save the Children arbeitet seit 1976 in Indonesien und hat lange
Erfahrung in der Katastrophenhilfe (Lombok 2018, Tsunami 2004).

Downloadlink zu Bildern und Erlebnisberichten unter:
https://cloud.savethechildren.de/index.php/s/ztFipg43PSQ4tLT

Honorarfrei auch zur Weitergabe an Dritte zu verwenden unter ©
Save the Children.

Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 280
Mail: Claudia.Kepp@savethechildren.de

Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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