Kölner Stadt-Anzeiger: Scharfe SPD-Kritik am Atom-Ausstiegsbeschluss – Kelber: „wirtschaftspolitisch schwachsinnig und technisch nicht umsetzbar“

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Der von der Bundesregierung gefasste Beschluss zum
Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 stößt in der
SPD-Bundestagsfraktion auf massive Kritik. Die in der Nacht zum
Montag vom Koalitionsausschuss vereinbarten Eckpunkte seien
„wirtschaftspolitisch schwachsinnig und technisch nicht umsetzbar“,
sagte der für Umweltfragen zuständige Fraktionsvize Ulrich Kelber dem
„Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstagsausgabe). „Ich empfehle meiner
Fraktion und Partei, dem in vorliegender Form nicht zuzustimmen“, so
der SPD-Politiker. Das Konzept der Bundesregierung falle hinter den
Ausstiegsbeschluss der rot-grünen Bundesregierung aus dem Jahr 2001
zurück, demzufolge auch moderne Meiler bereits vor 2020 vom Netz
hätten gehen sollen. Zudem koste ein „Stand-By-Modus“, den die
schwarz-gelbe Koalition für ältere Atomkraftwerke bis 2012 plane,
„technisch nur mit Kosten von 50 Millionen Euro pro Atomkraftwerk“
umsetzbar. Diese Mittel seien sinnvoller für moderne Gaskraftwerke
und den Umstieg auf erneuerbare Energien zu verwenden, sagte Kelber.

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