Kolumbien: Caritas würdigt Papstreise „als große Ermutigung“ im Friedensprozess – Schlüsselrolle der katholischen Kirche bei Umsetzung des Friedensvertrages

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Als große Ermutigung würdigt der Präsident
des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, die Reise von Papst
Franziskus nach Kolumbien: „Kolumbien steht an einer historischen
Wegmarke. Der eingeschlagene Weg zum Frieden ist beispiellos, aber
das Ziel ist noch lange nicht erreicht. Die anhaltende Gewalt gegen
Menschenrechtsaktivisten, Mitglieder von Basisorganisationen und
Bürgermeister, die sich für die Zivilbevölkerung einsetzen, zeigt das
tagtäglich.“ Es werde keinen dauerhaften Frieden in Kolumbien geben,
so Neher, wenn es dem Staat nicht gelinge, die Gewalt aller
bewaffneten Akteure zu beenden und die Sicherheit der betroffenen
Gemeinden zu gewährleisten.

In den Mittelpunkt seiner Kolumbienreise wird Papst Franziskus die
Aufforderung zu Vergebung und Versöhnung im Rahmen des
Friedensprozesses stellen. Dafür sei von entscheidender Bedeutung,
dass das Unrecht der Vergangenheit aufgearbeitet und die Opfer in der
Zukunft für entstandenes Leid entschädigt werden, so
Caritas-Präsident Peter Neher. Auf die katholische Kirche mit ihrer
flächendeckenden Präsenz im Land komme in der Übergangsphase vom
Krieg zum Frieden große Verantwortung zu.

Eine der Hauptaufgaben im Rahmen der Umsetzung des
Friedensvertrages sieht die Caritas im Aufbau demokratischer
Gemeindestrukturen. Neher: „Die katholische Kirche wird den
Friedensprozess, auch bei den derzeit laufenden Verhandlungen mit der
ELN-Guerilla weiter konstruktiv begleiten und der Zivilbevölkerung
eine Stimme verleihen.“ Als größtes Hindernis auf dem Weg zum Frieden
sehen Caritas Kolumbien und Caritas Deutschland die fehlende Präsenz
des Staates in weiten Teilen des Landes und der deshalb anhaltenden
Gewalt durch bewaffnete Gruppen, die in das Machtvakuum stoßen, das
der Abzug der FARC-Guerilla hinterlassen hat.

Während des seit 53 Jahren andauernden Bürgerkrieges sind in
Kolumbien mehr als 250.000 Menschen ums Leben gekommen, gut sieben
Millionen Kolumbianer mussten innerhalb des Landes fliehen. Caritas
international engagiert sich seit rund dreißig Jahren in Kolumbien
für Konfliktopfer. Schwerpunkte der Arbeit sind die Versorgung der
Geflüchteten mit Hilfsgütern, der Schutz der Zivilbevölkerung,
Friedensförderung und die Anpassung an den Klimawandel.

Weitere Informationen: http://ots.de/mPL9t

Spenden mit Stichwort „Kolumbien“ werden erbeten auf:

– Caritas international, Freiburg,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

– Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
4,83 EUR)

– Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02,
Evangelische Bang eG,
BIC GENODEF1EK1 oder
online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

– Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie
Katastrophenhilfe 4,83 EUR)

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen
Caritasverbandes und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit
mehr als 160 nationalen Mitgliedsverbänden.

Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293), Achim
Reinke (Durchwahl -515). www.caritas-international.de

Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell

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