Laschet gegen Kurswechsel der CDU nach Merkel / NRW-Ministerpräsident sieht Trennung von Kanzleramt und Parteivorsitz kritisch

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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin
Laschet hat die CDU vor einem Kurswechsel nach dem Ende der Ära
Merkel gewarnt. „Ich bin überzeugt: Auch in einer Zeit nach Angela
Merkel wird die Union nur mit einem Kurs der Mitte gewinnen“, sagte
Laschet der taz.

Der Regierungschef, der auch CDU-Bundesvize ist, grenzte sich
zugleich von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab. Auf die Frage,
wie stark die Spannungen zwischen ihm und dem Parteikollegen seien,
sprach er von unterschiedlichen Schwerpunkten. Er selbst habe sich
2017 in Nordrhein-Westfalen gegen einen Wahlkampf über Flüchtlinge,
Burka-Verbot und Islam-Gesetz entschieden, sagte Laschet. „Ich wurde
gewählt, das ist für mich eine Bestätigung, dass der Kurs richtig
ist.“ Spahn habe „andere Akzente“.

Zu dem vom CSU-Politiker Alexander Dobrindt eingeführten Begriff
der „konservativen Revolution“, sagte der Ministerpräsident: „Die ist
abgesagt. Eine sogenannte konservative Revolution wird es nicht
geben.“

Laschet spricht sich im taz-Interview dagegen aus, das Amt der
Bundeskanzlerin vom CDU-Vorsitz zu trennen. „Die CDU war in der
Vergangenheit gut beraten, das Amt des Regierungschefs und des
Parteichefs zusammenzuhalten. Bei der SPD war das nicht immer so, was
oft zu Spannungen führte.“

Das Interview im Wortlaut: http://www.taz.de/!5536484/

Pressekontakt:
taz – die tageszeitung
taz Redaktion
Telefon: 030 259 02-255, -251, -250

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