Lausitzer Rundschau: Der globale Gurken-Gau

Zur Ausbreitung des EHEC-Keims in Deutschland und Europa

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Die Gurke ist Schuld! Das war eine Schlagzeile,
nachdem der aggressive EHEC-Erreger auf spanischem Exportgemüse
nachgewiesen worden war. Uns Lausitzern kann ein solcher
Generalverdacht nicht gefallen. Die Gurke steht hier als
Markenzeichen für gesunde Frische, dafür garantieren viele regionale
Landwirtschaftsbetriebe aus dem Spreewald und Sachsen mit ihrem
Namen. Doch jetzt werden sie ohne Grund zu Opfern der Globalisierung,
wenn Verbraucherministerin Aigner auch eine Woche nach dem Auftreten
des Keims noch ganz generell vor Gurken, Tomaten und Salat warnt.
Dabei ist längst klar, dass das eigentlich Ungesunde der große,
offenbar kaum überschaubare Kreislauf ist, den das Gemüse durch
Europa nimmt. So kommen Gurken aus Spanien über Deutschland nach
Tschechien, und keiner weiß, wo genau auf diesem Weg sie mit EHEC
infiziert wurden. Die Irrungen der vergangenen Tage lehren den
Verbraucher nur eins: Verlassen kann er sich auf gar nichts, am
ehesten aber auf regionale Wirtschaftskreisläufe, die schon wegen der
Nähe zwischen Produzent und Käufer besser zu kontrollieren sind. Denn
Schuld ist nicht die Gurke, sondern, wie meist, der unberechenbare
Faktor Mensch.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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