„Maischberger“ am Mittwoch, 20. September 2017, um 23:45 Uhr

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Das Thema: „Die Wahljury: Wer verliert, wer
regiert?“

Kurz vor der wichtigsten politischen Entscheidung des Jahres:
Immer mehr Prominente machen sich im Bundestagswahlkampf stark für
eine Partei. Wer unterstützt Angela Merkel? Wer macht sein Kreuz bei
der AfD? Wer glaubt noch an eine Kanzlerschaft von Martin Schulz?
Wünschen sich FDP- und Grünen-Wähler eine Jamaika-Koalition? Und
bleibt Rot-Rot-Grün eine Illusion? Sandra Maischberger diskutiert mit
einer Runde prominenter Wähler.

Die Gäste:

Uschi Glas (Schauspielerin) Clemens Schick (Schauspieler) Helmut
Markwort (ehemaliger „Focus“-Chefredakteur) Christoph Butterwegge
(Politikwissenschaftler) Hans-Hermann Gockel (ehemaliger
Fernsehmoderator) Tayfun Bademsoy (Schauspieler)

Uschi Glas

„Angela Merkel macht einen Wahnsinnsjob. Sie kämpft an allen
Fronten, lässt sich nicht provozieren und behält in schwierigsten
Situationen den Überblick“, sagt die beliebte Schauspielerin, die
sich als langjährige Unionsanhängerin auch in diesem Wahlkampf für
die Kanzlerin engagiert. Es sei bewundernswert, wie geschickt die
deutsche Regierungschefin mit den großen, schwierigen Männern der
Weltpolitik umgehe. In der Flüchtlingspolitik habe Merkel in erster
Linie menschlich reagiert, erst danach seien viele Fehler gemacht
worden. „Hinterher ist man immer gescheiter. Ich bin zu hundert
Prozent sicher, dass Angela Merkel wieder Kanzlerin wird und will mir
auch gar nichts anderes vorstellen“, so Uschi Glas.

Clemens Schick

„Ich wähle die SPD und Martin Schulz, weil für mich soziale
Gerechtigkeit zum gesellschaftlichen Frieden gehört, und die SPD hat
sie in der DNA“, sagt der Schauspieler (u.a. „James Bond 007: Casino
Royale“). Seit 2016 ist er SPD-Mitglied und wirbt aktiv im Wahlkampf
für den sozialdemokratischen Spitzenkandidaten. Sein Begründung: Die
Demokratie müsse sich wehren gegen die „populistischen Parolen von
rechts“. Durch einen Erfolg der AfD sähe Clemens Schick „unsere
fundamentalen Werte bedroht“ und warnt: „Nationalismus führt immer zu
Krieg“.

Helmut Markwort

Der Journalist trat 1968 in die FDP ein und bezeichnet sich als
„rechtsliberal“. Er hofft auf den Wiedereinzug seiner Partei in den
Deutschen Bundestag, denn „es fehlt die Stimme der Marktwirtschaft
und der ökonomischen Vernunft“. Die zunehmende Linkslastigkeit, sagt
Helmut Markwort, entspreche nicht dem Willen der Wähler in
Deutschland. Angela Merkel habe rechts von der Mitte ein Riesenloch
gelassen. Dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz gibt der
„Focus“-Gründer wenig Chancen: „Die einzige Chance für einen Sozi
noch einmal Kanzler zu werden, ist Rot-Rot-Grün – was uns erspart
bleiben möge.“

Christoph Butterwegge

Der emeritierte Politikprofessor unterstützt die Linkspartei im
Wahlkampf. „Die Parteien haben alle keine Antwort, wie sie der
wachsenden sozialen Ungleichheit in Deutschland begegnen wollen –
außer der Linken“, sagt der Armutsforscher, der im Februar bei der
Bundespräsidentenwahl als parteiloser Kandidat der Linken antrat. Die
zunehmende Ungerechtigkeit sieht Christoph Butterwegge auch als Grund
für den Aufstieg der Rechtspopulisten in Deutschland und gibt der SPD
eine Mitschuld: „Die AfD ist ein verspätetes Kind der Agenda 2010.“

Hans-Hermann Gockel

„Diese Nation wird gegen die Wand gefahren. Wir haben eine Erosion
der Sicherheit und des Rechts“, warnt der langjährige
Nachrichtenmoderator (Sat1, N 24), der die AfD unterstützt. Schuld
daran sei vor allem die Flüchtlings- und Eurorettungspolitik der
Bundeskanzlerin. „Merkels Ego-Trip ist brandgefährlich. Sie hat das
Land emotional vergiftet“, sagt der Journalist. Er wirft allen
etablierten Parteien ein „unglaubliches Maß an Arroganz und
Selbstgefälligkeit“ vor. Die einzige Partei, die die Ängste der
Bevölkerung ernst nehme, sei die AfD. „Sie ist der Anwalt der
Bürger“, sagt Hans-Hermann Gockel und hofft, dass „die Etablierten
bei der Bundestagswahl ihr blaues Wunder erleben“.

Tayfun Bademsoy

Der deutsch-türkische Schauspieler sieht den bevorstehenden Einzug
der AfD in den Bundestag mit Schrecken: „Diese Partei ist unwählbar.
Einige sind stolz auf Wehrmachtssoldaten und richtige Nazis.“ Tayfun
Bademsoy, der 1969 als Elfjähriger nach Deutschland kam, ist seit
langem grüner Stammwähler: „Schon wegen des Umweltbewusstseins kann
ich als Vater von zwei Kindern nur die Grünen unterstützen. Sie haben
immer sehr viel bewegt, auch wenn die anderen Parteien das nicht
zugeben möchten.“ Von einer Jamaika-Koalition mit CDU und FDP rät der
Berliner den Bündnisgrünen dringend ab: „Die können da unmöglich ihre
Positionen durchsetzen.“

Maischberger“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD,
hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

„Maischberger“ im Internet unter www.DasErste.de/maischberger

Redaktion: Elke Maar (WDR)

Pressekontakt:
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Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
Felix Neunzerling, ZOOM MEDIENFABRIK GmbH,
Tel.: 030/3150 6868, E-Mail: FN@zoommedienfabrik.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

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