Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Horst Seehofer: Eine-Mann-Schau, von Martin Anton

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Eines muss man Horst Seehofer lassen: Er weiß
sich zu inszenieren. Wann immer ihm etwas in der Partei gegen den
Strich geht oder er in der öffentlichen Kritik steht, lanciert er
eine Meldung, die für Aufregung sorgt – und ihn ins Rampenlicht
rückt. So war es, als er nach der NRW-Wahl im Heute-Journal über
CDU-Mann Norbert Röttgen ablästerte, so war es auch, als er bei der
CSU-Weihnachtsfeier den Journalisten Abfälligkeiten über Markus Söder
in die Blöcke diktierte. Jetzt tut er dasselbe wieder – noch dazu zu
einem Zeitpunkt, da er wegen seiner Kritik am Landtag schlecht da
steht. Diese Taktik hilft vor allem Seehofer, seine Partei wird
dadurch aber immer mehr zu einer One-Man-Show. Durch das regelmäßige
Abkanzeln potenzieller Nachfolger stärkt der Parteichef seine
Position in der CSU und schwächt gleichzeitig das Vertrauen der
Wähler in die zweite Reihe. Mit so einem Verhalten steht der Partei
nach Seehofers Abgang – wann immer der erfolgt – wieder ein Absturz
bevor.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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