Mitteldeutsche Zeitung: Atommüll Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff will Kriterien für Endlagersuche offenhalten

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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff
(CDU) hat dafür plädiert, die Kriterien bei der Suche nach einem
atomaren Endlager möglichst offenzuhalten, um das Risiko für
Sachsen-Anhalt, selbst Standort zu werden, zu minimieren. „Das Ganze
wird nur im Konsens laufen, wenn keiner die Linie verlässt und durch
Vorformulierungen von Sonderkriterien versucht, sich einen schlanken
Fuß zu machen“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen
Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). „Es muss ergebnisoffen geprüft werden –
und zwar über alle geologischen Formationen hinweg. Es muss sowohl
Granit als auch Ton als auch Salz drin bleiben, damit wir in allen
Bundesländern Gesteinsformationen zum Prüfen haben.“ Würden Granit
und Salz herausgenommen, dann bliebe nur noch Ton übrig. Damit
konzentriere sich die Suche letztlich auf vier norddeutsche
Bundesländer, inklusive Sachsen-Anhalt. Beschränke sich die Suche auf
Salzstöcke, habe Sachsen-Anhalt ebenfalls ein höheres Risiko als
andere. Allein Granitformationen gibt es Haseloff zufolge hingegen
quer durch die Republik. „Damit wäre die Wahrscheinlichkeit für
Sachsen-Anhalt gering zu halten.“ Für alle Gesteinsformationen ließen
sich jedenfalls technische Lösungen finden. Der CDU-Politiker
forderte außerdem, bei der Suche nach Kriterien für ein Endlager zu
berücksichtigen, was ein Land insgesamt an Umweltschäden bewältigen
müsse. Hier habe Sachsen-Anhalt aus DDR-Zeiten große Lasten zu
tragen, etwa mit dem Silbersee in Bitterfeld. Das dürfe nicht außer
Acht gelassen werden.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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