Mitteldeutsche Zeitung: Euro Linken-Angeordneter Bockhahn kritisiert Lafontaine für antieuropäische Ressentiments

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Der linke Bundestagsabgeordnete Steffen Bockhahn hat
den Schwenk des früheren Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine zu einer
Abkehr vom Euro kritisiert. „Die Linke ist pro-europäisch, wenngleich
wir die EU anders als Merkel auch als soziale und solidarische
Einheit wollen“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen
Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). „Antieuropäische Ressentiments zu
schüren, passt nicht dazu.“ Bockhahn gehört dem
Bundestags-Haushaltsausschuss an. Ein führendes Mitglied der
Bundestagsfraktion erklärte dem Blatt, was Lafontaine vertrete, sei
„dummes, populistisches Zeug“ und offenbar der Tatsache geschuldet,
dass er nun nicht für den Bundestag kandidiere. Der 69-Jährige hatte
auf seiner Homepage geschrieben, er habe die Einführung des Euro
befürwortet. Wenn es aber bei der gegenwärtigen Unfähigkeit bleibe,
die Krise zu lösen, „dann muss man die einheitliche Währung aufgeben
und zu einem System zurückkehren, das, wie beim Vorläufer der
Währungsunion, dem Europäischen Währungssystem, Auf- und Abwertungen
erlaubt“. Auch die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd
Riexinger haben sich bereits von ihm distanziert.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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