Musikschulen fordern politische und finanzielle Unterstützung auf dem Weg in die digitale Zukunft / Hauptarbeitstagung des Verbandes deutscher Musikschulen in Hamburg (FOTO)

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„Musikschulen brauchen politische und finanzielle Unterstützung
auf dem Weg in die digitale Zukunft!“ lautet der Tenor des Hamburger
Memorandums, das der Verband deutscher Musikschulen (VdM) auf seiner
Hauptarbeitstagung und Trägerversammlung am 4./5. Mai 2018 in Hamburg
verabschiedet hat.

Darin heißt es: „Der Ausbau der digitalen Strukturen in
öffentlichen Musikschulen muss schneller und umfassender
voranschreiten. Dazu bedürfen die Musikschulen politischer
Unterstützung durch alle verantwortlichen Stellen in Bund, Ländern
und Kommunen. Hierbei dürfen die Kommunen in ihrer Verantwortung für
Musikschulen nicht allein gelassen werden.“ Digitalpakte von Bund und
Ländern und die entsprechenden Förderprogramme müssten dabei „auch
dem Ausbau digitaler Strukturen, Prozesse und Ressourcen in
Musikschulen zugutekommen“. Die Trägerversammlung des VdM in Hamburg
fordert daher von Bund, Ländern und Kommunen „eine bedarfsgerechte,
abgestimmte Unterstützung für die digitale Entwicklung von
Musikschulen und eine Bereitstellung von Ressourcen dazu in
angemessenem Umfang.“

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher würdigte bei der
Eröffnung der Hauptarbeitstagung in der Elbphilharmonie die gute
Zusammenarbeit zwischen den Hamburger Institutionen der musikalischen
Bildung: „Die Staatliche Jugendmusikschule, das Hamburger
Konservatorium, die Elbphilharmonie und unsere Hochschule für Musik
und Theater arbeiten in vielfältiger Weise zusammen und erfüllen die
lange Musiktradition unserer Stadt mit Leben. Alle Schülerinnen und
Schüler in Hamburg sollen einen persönlichen Zugang zur Musik finden
und ein Instrument erlernen können.“

In seiner Begrüßung betonte der Bundesvorsitzende des VdM, Ulrich
Rademacher, den Erneuerungs- und Veränderungsbedarf im Hinblick auf
den Zusammenhalt in der Gesellschaft, Digitalisierung und Inklusion
ebenso wie die politische Verantwortung für musikalische Bildung.
Dazu sagte Rademacher: „Unser größtes Kapital sind gute,
authentische, motivierte, fortgebildete und vernetzte Lehrkräfte, die
als Lehrende und Künstlerinnen begeistern, die als Vorbilder und als
Experten glaubwürdig sind. Und diese Menschen wollen gepflegt,
gefordert und wertgeschätzt werden. Auch daher fordert der VdM in
seinem vor einem Jahr verabschiedeten –Stuttgarter Appell– die Träger
seiner Musikschulen auf, sich klar für Anstellungsverhältnisse zu
entscheiden und überall dort, wo dieses Ziel noch nicht erreicht ist,
den Anteil an sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnissen kontinuierlich zu erhöhen.“

Im Fokus einer Podiumsdiskussion mit Experten wie Armin Augat,
Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern, und Jörg
Freese, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages, standen ebenfalls
die Beschäftigungsverhältnisse an Musikschulen in Deutschland. Freese
hielt am Grundsatz einer breiten Entscheidungsbasis als kommunaler
Arbeitgeberverband fest, betonte jedoch: „Wir brauchen ein hohes Maß
an hauptamtlich Beschäftigten“. Gerade angesichts der zahlreichen und
vielfältigen Kooperationen der öffentlichen Musikschulen mit
allgemein bildenden Schulen sagte Augat: „Nutzen Sie die Gunst der
Stunde. Wenn Sie solche Aufgaben verstetigen, brauchen Sie
Planungssicherheit.“ und unterstrich damit die Bedeutung von
Festanstellungen für verlässliche, nachhaltige Musikschularbeit.

Die rund 300 Teilnehmer der Hauptarbeitstagung diskutierten
außerdem in Workshops zu gesellschaftlichen und digitalen
Herausforderungen für die Musikschulen, zu Veränderungen des
schulischen Umfeldes sowie zu Fragen des Berufsnachwuchses und der
Aus- und Weiterbildung.

Die Hauptarbeitstagung mit Trägerversammlung wurde in
Zusammenarbeit mit der Staatlichen Jugendmusikschule der Hansestadt
Hamburg (JMS) und dem Hamburger Konservatorium veranstaltet. Sie
wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend und die Hansestadt Hamburg.

Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der rund 930 öffentlichen,
zumeist kommunalen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000
Standorten über 1,4 Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von
mehr als 39.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens
unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die
bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und
Erwachsenbildung.

Das Hamburger Memorandum ist veröffentlicht unter
www.musikschulen.de/vdm/positionen.

Presseservice: Unter http://ots.de/fBk7rI stehen honorarfreie
Fotos zur Veröffentlichung bereit.

Pressekontakt:
Claudia Wanner
Pressesprecherin
Verband deutscher Musikschulen
Telefon 0228 / 95 706-21
Mobil 0171-7364487
E-Mail presse@musikschulen.de

Original-Content von: Verband deutscher Musikschulen, übermittelt durch news aktuell

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