Änderung im Schulgesetz blockiert wichtige Zugänge zum Freiwilligen Sozialen Jahr / bpa fordert besserer Zugänge nach der 9. Klasse und macht auf Chance zur beruflichen Orientierung aufmerksam

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In Rheinland-Pfalz sind derzeit besonders viele Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) unbesetzt. Darauf macht der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) aufmerksam und erklärt diese Entwicklung mit einer Änderung des Schulgesetzes. Für junge Menschen mit einem Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse ist das FSJ keine Alternative zum Schulbesuch mehr. Arbeitgeber mussten deshalb bereits Neuanfragen in vielen Fällen ablehnen. „Schülerinnen und Schüler mit Berufsreife nach der Klasse 9 konnten bisher in einem FSJ Erfahrungen sammeln, sich dem Arbeitsmarkt annähern und ihre eigenen Fähigkeiten erforschen. Dieser Weg ist ihnen nun versperrt“, sagt der stellvertretende bpa-Landesvorsitzende Dieter Hewener. Stattdessen müssten die Jugendlichen ein weiteres Schuljahr in der Berufsfachschule absolvieren.

Betroffen sind nach Schätzungen des bpa etwa 600 Personen mit Hauptschulabschluss. Bei manchen Mitgliedsunternehmen hatte in der Vergangenheit fast die Hälfte der FSJler die Schule nach der 9. Klasse beendet.

„Es gibt junge Menschen, die nach der Berufsreife in der Schule nicht mehr klarkommen, aber im sozialen Bereich viele Fähigkeiten und eine echte Perspektive entdecken könnten. Diesen Weg dürfen ihnen nicht verbauen“, so Hewener. „Das FSJ ist ein Jahr der Bildung und der Orientierung und damit eine sinnvolle Alternative zur Berufsfachschule.“ Der bpa fordert deshalb gemeinsam mit weiteren Verbänden aus der Pflege und dem Sozialwesen eine Korrektur des Schulgesetzes.

Für alle übrigen Bewerberinnen und Bewerber stehen in Rheinland-Pfalz jedoch in diesem Jahr noch besonders viele FSJ-Stellen zur Verfügung. „Dabei entdecken junge Menschen oftmals neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft und stärken ihre eigenen Talente. Dies ist besonders wichtig, weil viele andere Branche ihre Praktika und Berufsorientierungsprogramme wegen der Pandemie eingestellt haben“, erklärt der stellvertretende bpa-Landesvorsitzende. „Private Pflegedienste und Heime bieten nicht nur die FSJ-Plätze, sondern im Anschluss auch krisensichere Jobs direkt vor der Haustür.“

Freie FSJ-Stellen überall in Rheinland-Pfalz können auch bei der bpa-Landesgeschäftsstelle unter 06131/88 03 20 erfragt werden.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 600 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 365.000 Arbeitsplätze und circa 27.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 29 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Jutta Schier, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.: 06131/88 03 20, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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