Neue OZ: Kommentar zu Serbien / EU

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Auf dem Weg in die EU

Schuldenkrise, Eurodebatte, Schengenkonflikt. Flüchtlingsfrage,
Türkeiproblem und Atomkontroverse. Das Letzte, was die EU derzeit
gebrauchen kann, ist ein weiterer heikler Streit, etwa in der Frage
einer abermaligen Erweiterung nach Osten, genauer nach Südosten.
Exakt die steht nach der Festnahme von Ratko Mladic aber bevor. Ob
vorgeschoben oder nicht: Dass seine Ergreifung nicht erfolgte, war
stets der Grund, sich mit Serbien nicht zu befassen.

Seit dieser Woche ist das anders. Die Staats- und Regierungschefs
sowie die Kommission müssen einen Standpunkt entwickeln, wie sie mit
Serbien weiter umgehen wollen. Umso mehr gilt das nach der schnellen
Entscheidung, dass der mutmaßliche Mitverantwortliche für das
Massaker von Srebrenica nach Den Haag überstellt werden kann.

Serbien wird darauf drängen, dass sich nun so bald wie möglich
Fortschritte einstellen. Es sollte sie auch geben. Kroatien,
Mazedonien und Montenegro sind bereits EU-Beitrittskandidaten.
Bosnien-Herzegowina, das Kosovo und Albanien dürften den Schritt bald
gehen. Serbien gehört in diese Reihe auch. Es hat einen
friedensstiftenden Reiz, die ehemaligen jugoslawischen Republiken
unter dem Dach der EU zu versammeln und die Serben nicht länger
auszuschließen. Wenn die EU also keinen weiteren Streit vertragen
kann,

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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