Neue OZ: Kommentar zu USA / Terrorismus / Boston

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Es könnte überall passieren

Ausgerechnet Boston! Die Stadt der legendären Tea Party von 1773
spielt eine große Rolle für das Unabhängigkeitsverständnis sowie den
Nationalstolz der Amerikaner. Und auch der Zeitpunkt war nicht
zufällig. Am Montag feierten sie dort den Patriot–s Day in Gedenken
an die ersten Unabhängigkeitskämpfe.

Der Marathon ist dabei das wichtigste Ritual der Bürger in der
Stadt der Revolutionäre. All dies könnte – ausdrücklich im Konjunktiv
formuliert – auch auf eine Täterschaft in der stramm nationalen Ecke
oder in der Gruppe der Waffennarren hinweisen. Doch Vorsicht mit
Spekulationen. Die Motive der wahren Täter liegen noch im Dunkeln.

Das Wesensmerkmal des Terrorismus ist es, Angst und Schrecken zu
verbreiten. Doch über mehr als ein Jahrzehnt gab es in den USA keine
Toten infolge eines Anschlags. Hatten die Amerikaner nach dem 11.
September 2001 noch für sich persönlich im Terrorismus die größte
Gefahr gesehen, war diese Angst inzwischen von anderen
Herausforderungen wie der Wirtschaftskrise abgelöst worden. Dies
dürfte sich nun ändern.

2001 brannte sich „Es kann bei uns passieren“ ins Gedächtnis der
Nation. Bis zu den Anschlägen auf ihre wirtschaftlichen, politischen
und militärischen Zentren fühlte sie sich unangreifbar. Nun, nach der
Attacke auf eine friedliche Massenveranstaltung, kommt noch eine
Dimension hinzu: „Es kann nicht nur überhaupt, sondern überall
passieren.“

Fabian Löhe

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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