Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Tom Buhrow wird WDR-Intendant Rückkehr als Lehrling STEFAN BRAMS

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Die öffentlich-rechtlichen Sender stehen vor
großen Herausforderungen und unter einem zunehmenden
Legitimationsdruck. Vergreisung des Publikums, ein uninspiriertes
Programm sowie eine Haushaltsabgabe, die von vielen als Zwangssteuer
empfunden wird, sind nur einige der Baustellen. Nun hat der
Rundfunkrat des WDR mit Tom Buhrow ausgerechnet einen Lehrling auf
den Posten des Intendanten der größten ARD-Anstalt berufen. Denn
Buhrow, ein solider, wenn auch etwas farbloser Tagesthemen-Moderator,
ist bisher nicht durch Leitungserfahrung sowie durch Ideen
aufgefallen, wie das schwächelnde öffentlich-rechtliche System neu
aufgestellt werden könnte. Und auch beim WDR bedarf es eher eines
beherzten, profilierten Machers, der die Dinge bewegt und nicht von
ihnen bewegt wird. Im aktuellen Haushalt des Riesen aus Köln fehlen
47 Millionen Euro, und auch das Programm hat reichlich Patina
angesetzt. Viel zu tun insgesamt für einen, der in den Gremien des
WDR nicht zu Hause ist. Ein Job, für den das viel beschriebene
„Liftboylächeln“ des Tom Buhrow nicht ausreichen dürfte.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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