Neue Westfälische (Bielefeld): Digitale Ermittlungen gegen Kinderpornografie Keine Zeit mehr zu verlieren Lothar Schmalen, Düsseldorf

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Die Fakten sind erschreckend. Fast 2.000
Verfahren – aber nur in einem Bruchteil kommen die Ermittler voran:
Das Geschwür der Kinderpornografie wuchert in Zeiten der
digitalisierten Gesellschaft ungebremst. Weil sich die schlimmen
Fotos und Videos meist irgendwo auf den Festplatten der Täter
verstecken, müssen sich die Ermittler bislang durch Berge von Dateien
kämpfen, um das Ausmaß der Taten durchleuchten zu können. Um ein
Terrabyte Daten zu sichten, bräuchte ein Ermittler neun Monate, sagen
Experten. Aber allein im Fall Lügde sind nach Angaben des
Innenministeriums 15 Terrabyte beschlagnahmt worden. Es bedarf keiner
weiteren Erläuterungen, dass nur die Computertechnik selbst, also
künstliche Intelligenz, dazu in der Lage ist, die immer größer
werdenden Menge an Kinderpornografie aufzuspüren. Insofern ist es für
das, was Juristen, Wissenschaftler und IT-Experten jetzt für die
NRW-Justiz forschen und entwickeln, allerhöchste Zeit. Die
Beteiligten sollten deshalb das Gaspedal bei ihrer Arbeit ganz weit
durchdrücken. Denn es ist nur schwer erträglich, dass Tätern, die
sich am brutalen und nicht wieder gut zu machenden Missbrauch von
Kindern ergötzen, das Handwerk nicht gelegt werden kann, weil die
Ermittlungskapazitäten nicht ausreichen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
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