Neuer ZQP-Report Pflege und digitale Technik veröffentlicht

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Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat seinen neuen
Report “Pflege und digitale Technik” veröffentlicht. Das kostenlose Buch bietet
ein umfassendes Themenpanorama und geht der Frage nach, welche Rolle digitale
Technik in der Pflege zukünftig spielen kann, welche Chancen aber auch welche
Herausforderungen dabei bestehen.

Die Zahl älterer pflegebedürftiger Menschen wird in den kommenden Jahrzehn-ten
weiter erheblich steigen. Gleichzeitig wächst die Pflegelücke. Zu wenige junge
Menschen werden voraussichtlich auch zukünftig den Pflegeberuf ergreifen, das
familiale Pflegepotenzial wird absehbar schrumpfen. Schon heute ist die
Pflegekrise spürbar. Es stellt sich also die Frage, wie in Zukunft eine sichere
und gute pflegerische Versorgung gewährleistet werden soll.

Zur Bewältigung dieser Herausforderung beizutragen, haben digitale Anwendungen
relevantes Potenzial. Doch es gibt auch Stimmen, für die zugewandte Pflege und
sachliche Technik nicht zusammenpassen. Im Pflege-Diskurs ist darum oft
Verunsicherung zu spüren. Gleichzeitig sind Pflegefachleute, wie andere
Gesundheitsberufe auch, dringend gefragt, das Thema Digitalisierung im
Gesundheitswesen maßgeblich mitzu-gestalten.

Der ZQP-Report bietet darum eine Einführung zum Thema digitale Technik in der
Pflege. Dabei stehen auch folgende Aspekte im Mittelpunkt: Welche
Unterstützungssysteme gibt es heute – und wie könnte die Pflege der Zukunft
aussehen? Was ist dabei ethisch zu bedenken? Wie stehen Pflegefachleute und
Bevölkerung zum Technikeinsatz in der Pflege? Welche Kompetenzen und
Partizipationsräume brauchen sie?

Zu Annäherungen an diese Fragen tragen aktuelle Studienergebnisse, Analysen und
Einschätzungen von Expertinnen und Experten im ZQP-Report bei:
Forschungsergebnisse aus einem Kooperationsprojekt von
Charité-Universitätsmedizin und ZQP beleuchten etwa, wieweit technische
Unterstützungssysteme in der professionellen Pflege verbreitet sind und wie
Pflegefachleute über deren Einsatz denken. Zudem stellt eine ZQP-Analyse dar,
welche Chancen und Probleme die Bevölkerung beim Thema Digitalisierung in der
Pflege sieht.

Über die Bedeutung digitaler Kompetenzen in der Pflegeausbildung klärt Prof. Dr.
Ursula Hübner von der Hochschule Osnabrück und Mitautorin der Empfehlung der
Fachgesellschaften zu digitalen Kernkompetenzen in Pflegeberufen auf.

Prof. Dr. Claudia Müller von der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und Mitglied
der Achten Altersberichtskommission erklärt, warum pflegebedürftige Menschen und
Pflegende stärker in den Entwicklungsprozess von digitalen Anwendungen
einbezogen werden müssen – aber auch, warum das nicht immer einfach ist.

Wie die Pflegepraxis 2050 aussehen könnte, wenn die heute bereits existierenden
Technologien vollständig entwickelt wären, skizzieren Expertinnen und Experten
des Oldenburger Informatikinstituts OFFIS.

Prof. Dr. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine
Intelligence, erläutert im Interview unter anderem, warum Roboterassistenten als
Alltagshelfer in einigen Jahren so selbstverständlich sein werden wie unsere
heutigen Haushaltsgeräte und wie ein sicherer Einsatz gewährleistet werden kann.

Worum es sich bei sozialen und emotionalen Robotern überhaupt handelt, welche
Geräte bereits heute zur Verfügung stehen und welche Erfahrungen im Einsatz
gemacht wurden, beschreibt Prof. Dr. Barbara Klein, Sprecherin des
Forschungszentrums “FUTURE AGING” an der Frankfurt University of Applied
Sciences.

Welche ethischen Herausforderungen sich aus dem Einsatz digitaler Technik in der
Pflege ergeben, beleuchten die Medizinethikerin und Vorsitzende des Europäischen
Ethikrates Prof. Dr. Christiane Woopen und der Gesundheitsökonom Marc Jannes –
beide von der Universität Köln.

PD Dr. Urs-Vito Albrecht, Leiter der Arbeitsgruppe MedAppLab am Peter L.
Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der Medizinischen Hochschule
Hannover, ordnet ein, wofür professionell Pflegende Pflege-Apps einsetzen
können, wie Pflegebedürftige sie nutzen können und was die wichtigsten
Qualitätskriterien sind.

Der Report kann kostenlos über die Webseite des ZQP bestellt und als PDF-Datei
direkt heruntergeladen werden: www.zqp.de/bestellen.

Pressekontakt:
Torben Lenz
Tel.: 030 275 93 95 – 15
E-Mail: torben.lenz@zqp.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/80067/4450503
OTS: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege

Original-Content von: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, übermittelt durch news aktuell

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