neues deutschland: Bereits viele Bewerber bei Markterkundung zur Ausschreibung der Berliner S-Bahn

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Die im Februar von der Senatsverwaltung für Umwelt,
Verkehr und Klimaschutz gestartete Markterkundung zur Bereitstellung
neuer S-Bahnzüge für die Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn stößt bei
Unternehmen auf lebhaftes Interesse. Das erklärte Robert Seifert, der
Vorsitzender des Betriebsgruppenvorstandes der Eisenbahn- und
Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der Berliner S-Bahn ist, der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Donnerstagausgabe).
Beworben haben sich »nicht nur Eisenbahnverkehrsunternehmen und
Fahrzeughersteller, weil die Markterkundung auch sehr allgemein
gehalten ist«, sagte Seifert. Die Gewerkschaft EVG lehnt jedoch eine
Trennung von Betrieb und Fahrzeuginstandhaltung ab. »Der ideale Gau
wäre, wenn ein Verkehrsunternehmen die Stadtbahn übernimmt und ein
anderes das Nord-Süd-Netz, dazu wäre noch ein Fahrzeughersteller für
die Instandhaltung zuständig. Und am Ende gibt es mit der S-Bahn
Berlin GmbH für den Ring drei Eisenbahnunternehmen und zwei
Instandhalter«, befürchtete Seifert. »Eine Trennung der S-Bahn in
Instandhaltung und mehrere Betreiber ist aus unserer Sicht wirklich
absoluter Blödsinn«, sagte er. Seifert sieht nicht nur Nachteile für
die Beschäftigten in punkto Bezahlung und Mitbestimmung, sondern auch
für Kunden durch »die sich verschlechternde Betriebsstabilität durch
die vielen Reibungsverluste zwischen verschiedenen Unternehmen«.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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