neues deutschland: Deutscher Panzerexport nach Indonesien

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In einem aktuellen Schulkonferenzbeschluss der
»Käthe-Kollwitz-Schule« in Offenbach heißt es: »Wir wollen nicht,
dass unsere Schülerinnen und Schüler für einen Krieg gegen andere
Völker rekrutiert werden. Und wir wollen auch nicht, dass sich die
Bundeswehr als friedensschaffende Kraft anpreisen kann.« Für diese
konsequent antimilitaristische Haltung bekommt die Schule gemeinsam
mit zwei anderen aus Düsseldorf und Berlin, die der Bundeswehr
gleichfalls keine Unterrichtswerbung gestatten, den diesjährigen
Aachener Friedenspreis zuerkannt. Man wünschte sich die Schüler und
ihre Lehrer an den Kabinettstisch von Frau Merkel. Dort wurde gerade
ein Zwischenbericht zur Bundeswehrreform abgenickt, der »Deutschlands
Platz in der Welt« und »unser Gewicht als starke Nation« mit der
»Übernahme weiterer Verantwortung – auch durch die Auslandseinsätze
der Bundeswehr« verknüpft. Weiter liest man, dass Deutschland als
stärkste Volkswirtschaft Europas und eine der bedeutendsten
Exportnationen der Welt in hohem Maße von der Stabilität des
internationalen Staatensystems und dem freien Welthandel abhängig
sei. Stimmt! Wie aber kommt es dann zu Panzerexporten nach Indonesien
oder Saudi-Arabien? Wieso stützt Deutschland mit Hightech-Waffen
Regime, für die Menschenrechte nichts zählen? Wie kann es sein, dass
sich selbst die Kanzlerin als Rüstungslobbyistin einspannen lässt?
Auf diese Fragen haben die Kollwitz-Schüler Antworten gefunden. Und
sie haben Konsequenzen gezogen. Glückwunsch!

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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