NOZ: Debatte um WM in Katar: Linke warnt vor milliardenschweren Klagen

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Debatte um WM in Katar: Linke warnt vor
milliardenschweren Klagen

Sportpolitischer Sprecher André Hahn: Unklar, welches Land
kurzfristig einspringen könnte

Osnabrück. Die Partei Die Linke warnt vor den Konsequenzen, die
eine Absage der Fußball-WM 2022 in Katar nach sich ziehen würde. Im
Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) sagte der
sportpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, André Hahn:
Angesichts des Baufortschritts bei Stadien, Straßen und Hotels „würde
es bei einer Absage des WM-Turniers milliardenschwere Klagen gegen
die Fifa und gegebenenfalls auch gegen jene Mitgliederverbände geben,
die sich für den Entzug der WM besonders stark gemacht haben.“
Außerdem stelle sich die Frage, welches Land kurzfristig einspringen
könnte.

Hahn sagte: „Ich habe die Vergabe der Fußball-WM an Katar von
Anfang an für falsch gehalten und auch öffentlich scharf kritisiert.“
Weder die Menschenrechtssituation noch die klimatischen Bedingungen
hätten dafür gesprochen. „Meines Erachtens nach hätte die Reißleine
viel früher gezogen und die WM neu vergeben werden müssen“, sagte der
Bundestagsabgeordnete. Ob dies jetzt noch sinnvoll sei, vermöge er
nicht zu beurteilen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte am Montag einen Boykott des
Turniers nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Hintergrund der Debatte
ist der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen mehreren
arabischen Staaten und Katar. Saudi-Arabien, die Vereinigten
Arabischen Emirate und weitere Länder werfen Katar vor,
Terrororganisationen zu unterstützen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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