NRZ: 66 Prozent sind für Nahles ein Muss – von MANFRED LACHNIET

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Wie fraglich ein gutes Abstimmungsergebnis ist, das
weiß wohl niemand besser als Martin Schulz. 100 Prozent der
Sozialdemokrarten stimmten vor einem Jahr für ihn. Wie die Geschichte
ausging, ist jedem bekannt. Schulz sitzt heute als gebrochener Mann
in Würselen. Wer ihn damals gewählt hatte, will heute nichts mehr
davon wissen. Es sagt darum nicht viel aus, ob Andrea Nahles morgen
65 oder 75 Prozent der Stimmen erhalten wird. Viel wichtiger ist,
dass ihre Partei möglichst schnell wieder Mut und Tritt fasst. So
etwas hängt nicht nur davon ab, wer gerade vorn sitzt. Sondern auch,
ob die Partei sich einigermaßen disziplinieren kann. Sicherlich ist
Nahles keine Ideal-Besetzung: Mit ihr verbindet man nicht gerade
Aufbruch, ihre Rhetorik ist nicht jedermanns Sache. Auch, dass sie
die erste Frau in der Geschichte der ältesten Partei Deutschlands
vorsteht, ist nur am Rande erwähnenswert. CDU, Grüne und Linke sind
da längst weiter. Dennoch: Mit Nahles ist die Entscheidung zur GroKo
verbunden (66 Prozent Zustimmung). Es wäre ein schwerer Schlag, wenn
am Sonntag diese Zahl nicht mindestens erreicht wird. Nach der Wahl
muss die SPD den Menschen endlich sagen, für was sie steht: Bildung
und Aufstieg ist da ganz wichtig, die soziale Sicherung der Schwachen
und auch die moderne und digitale Arbeitswelt, ebenso der stete
Einsatz für den Frieden. Und wenn das alles noch in einer guten und
verständlichen Sprache herüberkommt, dann ist für die SPD schon eine
Menge gewonnen.

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