NRZ: Billig ist nicht immer gut – ein Kommentar von KNUT PRIES

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Es klingt wie eine gute Nachricht: Das EU-Parlament
verhindert eine Preissteigerung. Prima? Leider nicht. Nicht immer ist
es ein Gewinn, wenn etwas billiger wird. Der Handel mit
Verschmutzungsrechten ist eine solche Ausnahme. Es ist kein
Fortschritt, sondern ein Versagen, wenn es weniger kostet,
Kohlendioxid in die Luft zu blasen. Die Einzelheiten Emissionshandels
sind kompliziert, das Grundprinzip ist einfach: Ein Verhalten, das
Umwelt schont und der Gemeinschaft nützt, soll billiger sein als ein
Verhalten, das sich darum nicht kümmert. Das ist Markt. Der Markt ist
freilich nur Mittel zum Zweck, den Umgang mit Energie umzustellen.
Wenn der Preis dazu keinen Anreiz bietet, leistet der Markt nicht,
was er soll. Die Parole „Hände weg!“ schützt nicht mehr den Markt,
sondern das Marktversagen. Das EU-Parlament hat sich einen Fehler
geleistet. Das einzig Gute daran ist: Er kann noch korrigiert werden.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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