Ostsee-Zeitung: Kommentar zu möglichen US-Waffenlieferungen an syrische Rebellen

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Die USA stecken in einem Dilemma: Präsident Barack
Obama strebt zwar offen den Sturz des Assad-Clans in Syrien an,
sträubt sich aber, Waffen direkt an die Rebellen zu liefern. Noch
jedenfalls. Denn er weiß, dass das Kriegsgerät vor allem bei den
religiösen Extremisten landen wird, die inzwischen fast zwei Drittel
der Kämpfer im syrischen Bürger- und Reli- gionskrieg stellen.
Ausgerechnet die schlagkräftigsten Trupps stehen der El Kaida nahe –
jenem Terrornetz, das die USA in Afghanistan, Pakistan oder Mali
bekämpfen. Soll Washington also genau mit jenen Kräften an einem
Strang ziehen, die von einem islamistischen Kalifat träumen und die
Eroberung von Damaskus als Etappe auf dem Weg ins heilige Jerusalem
ansehen? Es ist eine geradezu schizophrene Situation. In dieses
absurde Bild passt die Tatsache, dass die Rebellen mit Waffen aus
Saudi-Arabien und Katar beliefert werden. Die sunnitischen
Golfmonarchien wiederum werden vom Westen aufgerüstet – ganz nach der
Maxime: Heiße Eisen lässt man am besten durch fremde Finger anfassen.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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