Ostsee-Zeitung: Ostsee-Zeitung (Rostock: Ex-BDI-Chef Henkel: Der Euro bedroht Europa/ Gemeinschaftswährung aufgeben/ Deutschland solle zusammen mit Österreich, den Niederlanden und Finnland Nord-Euro einführen

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Rostock. Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf
Henkel hat in der Debatte um die europäische Gemeinschaftswährung
vorgeschlagen, den Euro zu trennen. Und zwar in eine Nord-Währung, zu
der sich Deutschland, Österreich, die Niederlande und Finnland
zusammenschließen sollten, sowie in einen Süd-Euro mit den übrigen
Euro-Staaten. Griechenland, dass sich den Zutritt zum Euro
erschlichen habe, müsste zum Austritt aus der Gemeinschaftswährung
gedrängt werden, verlangte Henkel in der Ostsee-Zeitung (Mittwoch).
Die Politik müsse sich mit der wahren Ursache der Misere befassen:
„dem sturen Festhalten am Einheitseuro für unterschiedliche
Wirtschaftskulturen“. Dadurch würden die Südländer daran gehindert,
ihre Währungen abzuwerten und so wieder wettbewerbsfähig zu werden
und die Nordländer würden gezwungen, immer neue Rettungspakete zu
schnüren. Der heutige Vorstandschef des Konvents für Deutschland übte
zugleich scharfe Kritik an der Bundeskanzlerin. Dass Angela Merkel
den Eindruck erwecke, der neue Euro-Rettungsschirm wäre
alternativlos, sei „unverantwortlich“. „Scheitert der Euro, scheitert
Europa, sagt die Kanzlerin. Ich sage: Der Euro bedroht Europa. Die
deutschen Steuerzahler werden langsam sauer, die Griechen sind es
schon länger! Kein Wunder, von hier werden dauernd neue
Rettungspakete versandt, dort würgen immer neue Sparpakete die
Wirtschaft ab“, kritisierte Henkel.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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