Rheinische Post: Bitte kein Chaos Kommentar Von Jochen Wittmann

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Der angebliche Durchbruch beim Brexit, den die
britische Zeitung „Sunday Times“ verkündet, könnte tatsächlich zu
einem Deal führen, der in zwei oder drei Wochen auf einem
EU-Sondergipfel unter Dach und Fach gebracht werden könnte.
Wohlgemerkt: Der Durchbruch bezieht sich vor allem auf den Deal, der
den Austritt aus der EU in ordentliche Bahnen lenkt, aber nicht auf
das Freihandelsabkommen, das die zukünftigen Beziehungen regeln soll.
Ob der Brexit schließlich hart oder weich ausfallen wird, entscheidet
sich erst in den nächsten zwei Jahren. Doch ein Austrittsabkommen ist
schon sehr viel. Ohne es gäbe es keine Übergangsphase. Ohne es würden
das Königreich und die EU auf einen Chaos-Brexit zusteuern mit dem
Risiko, dass britische Fluglinien keine Landerechte mehr hätten, der
Lebensmittel- und Medikamentennachschub gestört würde oder britische
Firmen am Datenaustausch nicht mehr teilnehmen könnten. Das Stör- und
Konfliktpotenzial eines ungeregelten Brexit wäre gigantisch. Das kann
keiner wollen. Daher ist der Applaus, den der angebliche Durchbruch
bekommt, nur allzu verständlich.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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