Rheinische Post: Das Bankgeheimnis fällt

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Es bedurfte einer großen Banken- und
Schuldenkrise, um manche Reichen und Top-Unternehmen stärker in die
Steuerpflicht zu nehmen. Im Zeitalter von Steuer-CDs und
automatischem Datenaustausch ist es auch dem Letzten klar geworden,
dass Steuerflucht kein Kavaliersdelikt ist, sondern empfindliche
Strafen nach sich zieht. Auch die EU-Staats- und Regierungschefs sind
endlich aufgewacht und haben bei den Ländern, die offen oder
versteckt Anreize zur Steuerflucht boten, die Daumenschraube
angezogen. Selbst wenn sich manche wie Luxemburg noch zieren: Das
Ende des Bankgeheimnisses für Steuerhinterzieher ist nur eine Frage
der Zeit. Und es ist überfällig. Der „gläserne Bürger“ darf
allerdings nicht das Ergebnis des Prozesses sein. Es mag andere
Gründe als Steuerflucht geben, sein Geld im Ausland anzulegen – etwa
Risiko-Streuung oder Schutz des Vermögens vor dem Zugriff gieriger
Verwandter. Auch der Staat und seine Organe sind nicht über alle
Zweifel erhaben. Der Bürger hat deshalb ein Recht informiert zu
werden, wenn der Staat seine Konten kontrolliert.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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