Rheinische Post: Drohnen-Debakel: Schluss mit der Schönfärberei

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Der Vorsitzende des Deutschen
Bundeswehr-Verbandes, Ulrich Kirsch, befürchtet weitere
Millionenausgaben, weil das Projekt „Euro Hawk“ mutmaßlich nun mit
einem normalen Flugzeug verwirklicht wird. „Wir brauchen die
elektronische Aufklärungsfähigkeit, die die neue Drohne ermöglichen
sollte. Aber mit der Fehlinvestition in das Trägersystem ,Euro Hawk–
ist viel Geld verlorengegangen. Der Einbau in ein anderes Flugzeug
wird ja wahrscheinlich noch viel teurer werden. Wo soll, bitte,
dieses Geld herkommen?“, sagte der Oberst der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Kirsch
befürchtet, „dass es dann auch an Töpfe geht, die für andere wichtige
Aufgaben vorgesehen sind – wie zum Beispiel die Vereinbarkeit von
Familie und Dienst oder Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des
Soldatenberufs“. Der Chef der Interessenvertretung der
Bundeswehrsoldaten stellte sich hinter Verteidigungsminister Thomas
de Maizière (CDU): Er habe von seinem Vorgänger Karl-Theodor zu
Guttenberg (CSU) einen Scherbenhaufen übernehmen müssen. „Dennoch
bleibt die Gesamtverantwortung bei de Maizière. Ein
Untersuchungsausschuss kommt wohl so kurz vor der Wahl nicht mehr in
Frage. Auch bringt das reflexartige Feuern von vermeintlich
Schuldigen nichts. Nein, wir erwarten, dass der Minister am 5. Juni
präzise Ermittlungsergebnisse vorlegt und viele Fragen beantwortet.
Da darf nichts, gar nichts mehr schöngefärbt werden.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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