Rheinische Post: Gefährdete Leitung

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Ein Kommentar von Ulli Tückmantel:

Noch vor zehn Jahren meinten einige Bürgermeister am Niederrhein,
wer aufs Land ziehe, der brauche gar keine schnelle Internetleitung.
Viel wichtiger als ein paar DSL-Kabel sei der sechsspurige Ausbau der
A 57. Gestern erlebten etliche Städte und Gemeinden, welches Ausmaß
die Abhängigkeit von der Datenautobahn inzwischen angenommen hat –
und was noch funktioniert, wenn ein Bagger im Münsterland ein Kabel
trifft: nicht viel. Experten warnen seit langem, das Internet steuere
auf einen Kollaps zu, weil es für das Ausmaß und den
Verfügbarkeitsanspruch der heutigen Datenverkehre nicht ausgelegt
ist. Die EU-Agentur ENISA, in Europa für „Cyber-Sicherheit“
zuständig, bemängelt, dass es teils nicht einmal gesicherte
Informationen über die Größe und Gestalt des „Ökosystems“ Internet
gibt. Zu Deutsch: Das Funktionieren etlicher Lebens- und
Wirtschaftsbereiche ist abhängig von einem weitgehend unbekannten und
schlecht geschützten Kabelsalat zwischen weltweit 37 000 autonomen
Systemen und 355 000 großen Server-Gruppen. Während Datenschützer
sich um die Sicherheit bei Facebook sorgen, herrscht im Umgang mit
der Infrastruktur der Datenautobahn eine Sorglosigkeit, die nicht
mehr verantwortbar ist.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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