Rheinische Post: Kims Amoklauf = Von Gregor Mayntz

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Säbelrasseln kann man das Getöse des
nordkoreanischen Steinzeitkommunismus nicht mehr nennen. Es gleicht
eher den Vorbereitungen für einen Amoklauf apokalyptischen Ausmaßes.
Am Anfang ließ sich noch vermuten, dass die Militärs als die wahren
Strippenzieher des Landes über Kim Jong Uns Signale der Öffnung und
Liberalisierung schwer in Aufregung geraten waren, weshalb der neue,
junge Machthaber die Karte der Kriegsdrohungen ausspielte, um die
Nomenklatur wieder hinter sich zu versammeln. Doch die Weisung „Feuer
frei“ für Atomwaffen gegen die USA zeugt nur noch von verweigerter
Realitätswahrnehmung. Getrieben von Verfolgungswahn taumelt Kims
Nordkorea in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit. Jetzt sind die
Ordnungsmächte gefordert. Das sind die USA, Russland und vor allem
China. Peking leidet selbst unter dem Komplex, vom Westen nicht ernst
genug genommen zu werden. Jetzt muss es zeigen, dass sich die Welt
auf das Verantwortungsgefühl und Geschick der Führung des
Milliarden-Volkes verlassen kann.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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