Rheinische Post: Kommentar: Armin Laschet in der Ditib-Falle

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Vor wenigen Wochen hatte Bundesinnenminister
Horst Seehofer (CSU) noch erklärt, der Islam gehöre nicht zu
Deutschland. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte vor
wenigen Tagen, der Islam gehöre zu Nordrhein-Westfalen. Wenn selbst
zwei führende Unionspolitiker sich nicht auf ein gemeinsames
Verständnis von der Rolle der in Deutschland lebenden Muslime
verständigen können, zeigt das, wie gespalten die Gesellschaft in der
Frage ist. Umso schwieriger ist es, dann auch noch das Verhältnis zu
einem besonders problematischen muslimischen Dachverband zu
definieren. Ditib ist der verlängerte Arm einer türkischen Regierung,
deren autoritäres Verhalten inzwischen nicht mehr zum westlichen
Demokratieverständnis passt. Deshalb kann Laschet mit Ditib nicht
kooperieren. Aber Ditib ist immer noch die Organisation, die in NRW
mehr Muslime als jede andere vertritt. Deshalb kann Laschet sie auch
nicht ignorieren, wenn ihm an einem friedlichen Miteinander liegt.
Der Umgang mit Ditib ist eine extrem schwierige diplomatische
Herausforderung. Niemand weiß den richtigen Weg. Sicher ist nur, dass
der Zeitdruck, den die Opposition aufbauen will, auch nicht hilfreich
ist.

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