Rheinische Post: Kommentar / Auf Kosten der Kinder = VON EVA QUADBECK

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Seit zwei Jahren basteln Bund und Länder an
ihrem Digitalpakt Schule. In dem Moment, in dem es zum Schwur kommen
und Geld für schnelles Internet, W-Lan und Laptops an die Schulen
fließen soll, bricht der große Streit aus. Das ist ein Armutszeugnis.
Schüler, die eine Gruppenarbeit so organisieren, bekämen zu Recht ein
„Ungenügend“. Versetzung gefährdet. An einem Punkt kann man den
Widerstand der Länder verstehen: Wenn sie tatsächlich die Hälfte
aller Bundesinvestitionen für Bildung zahlen sollen, geht ihnen der
finanzielle Spielraum für die eigene Schulpolitik verloren. Wie viel
die Länder beisteuern, sollte von Projekt zu Projekt verhandelt
werden. Auffällig ist allerdings, dass die Länder immer nur dann auf
ihre Eigenständigkeit pochen, wenn es ums Geldverteilen geht. Bei den
Pisa-Schulstudien, die exakte Vergleiche lieferten, in welchem Umfang
sich die Bildungsinvestitionen in Fähigkeiten der Schüler
niederschlagen, sind die Länder feige aus den direkten Rankings
ausgestiegen. So genau wollte man es im Wettbewerb um die beste
Bildungspolitik dann doch nicht wissen.

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