Rheinische Post: Kommentar / Subventionsfalle Energie = VON MARTIN KESSLER

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In Sachen Ausstieg macht den Deutschen so
schnell niemand etwas vor. Bis 2022 soll der letzte Atommeiler
abgeschaltet werden, im Jahrzehnt danach sind die Kohlekraftwerke
dran. Immerhin stammt noch gut ein Drittel der Stromerzeugung von
diesem fossilen Energieträger. Ohne einen Ausstieg sind die
Klimaziele für 2030 und 2050 nicht einzuhalten. Die Pflöcke dafür
will die Kohlekommission womöglich schon am Freitag einschlagen.
Damit würde dem Atomausstieg der nun stärkste wirtschaftspolitische
Eingriff des Staates folgen. Und wie so oft löst die öffentliche Hand
alle Probleme mit viel Geld: den Energiekonzernen wird hoher
Schadenersatz gezahlt, die Ökostromanbieter mit milliardenschweren
Subventionen unterstützt und die Stromverbraucher entlastet. Da
werden zweistellige Milliardenbeträge fällig. Am Ende begleicht der
Steuerzahler die Rechnung für eine planlose Energiepolitik, die sich
scheute, klare Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche
Stromversorgung zu setzen. In Zeiten voller Kassen stört sich daran
niemand so richtig. Aber wehe, wenn die Steuereinnahmen nicht mehr so
üppig fließen.

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