Rheinische Post: Kommentar / VW fast wieder Tritt = Von Maximilian Plück

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Beim Wolfsburger Autobauer stellte sich
angesichts der Vorlagen der Bilanzdaten die Frage: schwarzer Tag oder
schwarze Zahlen? Nach dem Skandal-getriebenen Verlust in Höhe von 1,6
Milliarden Euro 2015 hat der immer noch größte Autobauer der Welt
wieder Tritt gefasst. Das hätte sich auch in den Manager-Gehältern
widerspiegeln können, doch dieser Versuchung erlag VW nicht. Noch
bevor die neu beschlossene Obergrenze für die Managergehälter in
Kraft tritt, fallen die Vorstandsgehälter schmaler aus als noch zu
Winterkorns Zeiten. Die betonte Zurückhaltung ist ein richtiges
Zeichen und ein wichtiger Schritt, um Ruhe zu erzeugen. Und die ist
bitter nötig: Die Rechtsstreitigkeiten rund um den Abgasskandal sind
nicht ausgestanden, der größte Konzernumbau der Geschichte in vollem
Gange, und die Umstellung auf Elektromobilität wird noch enorme
Anstrengungen erfordern. Das sollten sich auch Betriebsratschef Bernd
Osterloh und Markenchef Herbert Diess zu Herzen nehmen. Deren
Dauerfehde belastet die Belegschaft mehr als jeder Streit um
Managergehälter.

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