Rheinische Post: Polizeigewerkschaft warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr

Die Deutsche Polizeigewerkschaft geht nach der
Tötung Osama bin Ladens von einer verschärften Terrorgefahr auch in
Deutschland aus. „Die Tötung bin Ladens erhöht mittel- und
langfristig die Anschlagsgefahr“, sagte der stellvertretende
Gewerkschaftsvorsitzende Hermann Benker der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Kurzfristig
seien „eher unkoordinierte Aktionen von ideologisierten Einzeltätern“
zu erwarten. Langfristig aber würden organisierte Terrorgruppen die
Tötung „zum Anlass für Racheaktionen auch in Deutschland nehmen“. Der
Gewerkschafter warnte die Koalition eindringlich vor einer
Entschärfung der deutschen Anti-Terror-Gesetze. „Es wäre völlig
fatal, diese Gesetze jetzt aufzuweichen. Die Gefahrenlage ist
unverändert hoch“, sagte Benker. „Wenn die FDP meint, man bräuchte
nicht alle Regelungen, dann schätzt sie die Gefahrenlage nicht
unbedingt realistisch genug ein“, kritisierte der Gewerkschafter.

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