RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: Die meisten Kandidaten für neuen SPD-Vorsitz sind den Deutschen kaum bekannt – 26 Prozent trauen Scholz Stärkung der SPD zu

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SPD-Vorsitz: Die meisten Kandidaten sind den
Deutschen unbekannt

Kann die SPD, die im RTL/n-tv-Trendbarometer seit über zehn Wochen
nicht über die 15-Prozent-Marke hinauskommt, durch eine neue
Parteiführung wieder stärker werden? Die Bundesbürger sind skeptisch,
die meisten Bewerber für das höchste SPD-Amt sind ihnen zudem kaum
bekannt.

14 Kandidaten bewerben sich derzeit noch um den SPD-Vorsitz. Davon
sind nur drei über der Hälfte der Wahlberechtigten bekannt:
Vizekanzler Olaf Scholz (88%), die Politik-Wissenschaftlerin Gesine
Schwan (71%) und der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (62%). Mehr
als 40 Prozent kennen den niedersächsischen Innenminister Boris
Pistorius (47%) und den Partei-Linken Ralf Stegner (44%). 33 Prozent
kennen die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping, 28
Prozent den Staatsminister Michael Roth, 23 Prozent die
NRW-Landtagsabgeordnete Christina Kampmann, 21 Prozent Norbert
Walter-Borjans, Ex-Finanzminister von NRW und 20 Prozent die
Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Am wenigsten bekannt sind den
Wahlberechtigten die Brandenburgerin Klara Geywitz (14%), die
Bundestagsabgeordneten Nina Scheer (13%) und Saskia Esken (12%) sowie
Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel (7%). Auch unter SPD-Anhängern sind
die Kandidaten kaum bekannter als bei allen Wahlberechtigten.

26 Prozent trauen Scholz Stärkung der SPD zu

Die meisten Bundesbürger glauben nicht, dass einer der Bewerber
wieder mehr Wähler für die SPD begeistern kann. Im
RTL/n-tv-Trendbarometer erwarten 58 Prozent der Wahlberechtigten
nicht, dass die Sozialdemokraten mit einer neuen Führung das verloren
gegangene Vertrauen wiederherstellen können. Nach dem Urteil der
Befragten werden allenfalls Olaf Scholz gewisse Chancen eingeräumt:
26 Prozent der Wahlberechtigten und 39 Prozent der SPD-Anhänger
glauben, dass der Finanzminister als Parteichef „wieder Vertrauen für
die SPD gewinnen“ kann. Von Gesine Schwan glauben das 8, von Karl
Lauterbach 7 und von Boris Pistorius 5 Prozent der Wahlberechtigten.
Nur jeweils 3 Prozent setzen ihr Vertrauen in Borjans, Köpping und
Stegner, 2 Prozent in Roth und jeweils 1 Prozent in Kampmann, Esken,
Geywitz und Mattheis. Von Hirschel und Scheer glaubt niemand, dass
sie als Vorsitzende die SPD stärken können.

Auch von den SPD-Anhängern glauben 40 Prozent nicht, dass einer
der 14 Kandidaten für den Vorsitz geeignet wäre, die Partei für
Wähler wieder attraktiver zu machen.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Dass die meisten der 14 Bewerber für den SPD-Vorsitz nur wenig
bekannt sind und man sich bei kaum einem der Bewerber außer Olaf
Scholz vorstellen kann, dass er oder sie das verloren gegangene
Vertrauen vieler früherer Wähler der Partei wieder zurückgewinnen
kann, zeigt das Dilemma der deutschen Sozialdemokraten – den großen
Mangel an Führungspersönlichkeiten. Denn ohne überzeugende Politiker
auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sind auf Dauer keine Wahlen
zu gewinnen.“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Popularität der Bewerber um den SPD-Vorsitz wurden
vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa am 19.9. und 20.9.
2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1.002
Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland
Alessia Gerkens
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
Tel.: 0221 456-74103

forsa
Dr. Peter Matuschek
Tel.: 0151 15455037

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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