RTL/n-tv-Trendbarometer / FORSA AKTUELL: Kramp-Karrenbauer so stark wie Merkel – Merz würde gegen Scholz verlieren – Spahn derzeit chancenlos – AfD nur noch bei 12 Prozent

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Merz kommt bei jungen Wählern nicht an

Für den Erfolg der Parteien sind die jeweiligen Spitzenkandidaten
von entscheidender Bedeutung. Im RTL/n-tv-Trendbarometer dieser Woche
liegen zwei Frauen bei der „Kanzlerfrage“ mit Abstand an der Spitze:
Die meisten Deutschen würden sich im Fall einer Direktwahl immer noch
für Angela Merkel entscheiden, gleichauf mit Annegret
Kramp-Karrenbauer, ihrer Nachfolge-Kandidatin für den CDU-Vorsitz.
Von den weiteren CDU-Kandidaten landet Friedrich Merz mit deutlich
geringerem Zuspruch auf Platz 3, weit abgeschlagen ist Jens Spahn.

Würde Gesundheitsminister Spahn derzeit gegen SPD-Chefin Andrea
Nahles antreten, käme er auf 19 Prozent, lediglich 5 Prozentpunkte
mehr als Nahles mit 14 Prozent. Gegen Finanzminister Olaf Scholz käme
Spahn nur auf 14 Prozent, 18 Prozentpunkte weniger als Scholz (32%).
Auch Friedrich Merz würde gegen Olaf Scholz unterliegen – mit 32
gegenüber 36 Prozent. Nahles hingegen würde auch von Merz geschlagen,
mit 36 gegenüber 23 Prozent. Annegret Kramp-Karrenbauer würde derzeit
ähnlich gute Werte wie Angela Merkel erhalten. Sie läge mit 41
Prozent 15 Prozentpunkte vor Scholz (26%) und mit 48 Prozent sogar 33
Prozentpunkte vor Nahles (15%).

Angela Merkels Erfolg beruht vor allem auch auf dem großen
Rückhalt bei den eigenen Anhängern. Kramp-Karrenbauer liegt auch hier
mit der Kanzlerin fast gleichauf, das Ansehen von Merz ist deutlich
schwächer. Nicht einmal ein Drittel der CDU-Anhänger würden derzeit
einen Kanzlerkandidaten Spahn wählen. Egal, ob die SPD Andrea Nahles
oder Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten auf¬stellen würde –
Kramp-Karrenbauer würde in jeder relevanten Wählergruppe weitaus
besser abschneiden als die Sozialdemokraten und auch als ihr
wichtigster Konkurrent um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz. Die
stärksten Probleme hat Merz in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen. Da
liegt Scholz 31 Prozentpunkte vor ihm (47 gegenüber 16%), und auch
Nahles schneidet hier besser ab (35 gegenüber 28%). Den stärksten
Zuspruch hat Merz bei den Anhängern der AfD: 45 Prozent von ihnen
würden Merz wählen, wenn Scholz der Gegenkandidat wäre, 51 Prozent,
wenn er gegen Nahles anträte.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Die Kanzlerkandidaten sind von großer Bedeutung für die
Wahlentscheidung der Bürger. Deshalb sind die Werte der
Kanzlerpräferenzen ein wichtiger Indikator für die Chancen der
Parteien. Wenn Merkels Nachfolge als CDU-Chefin nach der Popularität
der Kandidaten geregelt würde, wäre Kramp-Karrenbauer derzeit klare
Favoritin.“

Dubiose Parteispenden schaden der AfD

Da der monatelange Streit zwischen den Unionsparteien momentan
überwunden zu sein scheint, stabilisiert sich die CDU/CSU: Im
aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer gewinnt die Union gegenüber der
Vorwoche einen Prozentpunkt (auf 28%). Die AfD verliert einen
Prozentpunkt und liegt jetzt mit 12 Prozent unter ihrem Ergebnis bei
der Bundestagswahl im September 2017. Bei allen anderen Parteien
bleiben die Werte unverändert. Union und Grüne kämen derzeit bei
Neuwahlen auf eine regierungsfähige Mehrheit von 51 Prozent.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„CDU/CSU profitieren zum einen von der Beendigung ihres von Horst
Seehofer angezettelten Dauerstreits, zum anderen, weil die Europa-
und Friedenspolitik, seit jeher ein zentrales Anliegen der
Unionsparteien, derzeit mit dem Gedenken an das Ende des Ersten
Weltkrieges bei den Bundesbürgern starke Beachtung finden. Die AfD
dagegen bekommt die anhaltende Diskussion über rechtsradikale
Strömungen in der Partei und Enthüllungen über dubiose Parteispenden
zu spüren.“

Bei einer Bundestagswahl ergäbe sich derzeit folgende
Stimmverteilung: CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 14
Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 23 Prozent (8,9%),
Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 24 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Parteien- und Kanzlerpräferenz wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa vom 12. – 16. 11. 2018 im Auftrag
der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon
030-62882442

Pressekontakt:
Alessia Gerkens
Mediengruppe RTL Deutschland
Kommunikation n-tv
Telefon 0221-45674103

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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