Schlechtes Klima für die Braunkohle/ Umfrage: Große Mehrheit unterstützt Pläne für mehr Klimaschutz und weniger Braunkohle

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Eine große Mehrheit der Bundesbürger stärkt
Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel den Rücken bei ihren
Klimaschutzplänen. 70 Prozent sind der Meinung, dass die
Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen sollte, um das
deutsche Klimaschutzziel von 40 Prozent Emissionsminderung bis zum
Jahr 2020 zu erreichen. Dies geht aus einer repräsentativen TNS Emnid
Umfrage unter 1002 Bundesbürgern im Auftrag der Bürgerbewegung
Campact und der Umweltschutzorganisation WWF hervor.

Fast Drei Viertel (73 Prozent) der Befragten unterstützen das
geplante Vorhaben, hierfür zuerst die Stromproduktion in den ältesten
und klimaschädlichsten Braunkohle-Kraftwerken zu drosseln. Selbst in
den betroffenen Regionen wie beispielsweise dem Rheinland und
Brandenburg trägt eine Mehrheit die Pläne der Regierung mit. Unter
den Befragten herrscht über alle politischen Parteien hinweg eine
deutliche Zustimmung (>75%) für das geplante Klimaschutzinstrument.
Die Umfrage macht ebenso deutlich, dass sich insbesondere junge
Menschen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Klima- und
Energiepolitik aussprechen.

„Eine klare Mehrheit möchte, dass die Braunkohle für den
Klimaschutz gedrosselt wird. Das ist ein deutliches Signal an die
Regierung: Herr Gabriel, Frau Merkel, setzen Sie sich durch. Retten
Sie das deutschen Klimaziel!“, sagt Chris Methmann, Campaigner bei
Campact. Deutschland wird sein Klimaschutzziel nur erreichen, wenn
eine deutliche Emissionsminderung auch im Stromsektor stattfindet.
Der Stromsektor ist für fast 40 Prozent der deutschen
Treibhausgasemissionen verantwortlich, die Hälfte davon liegt allein
bei den Braunkohlekraftwerken.

Da durch die Energiewende insgesamt deutlich mehr Stellen
geschaffen werden als durch die Klimaschutzmaßnahmen abgebaut würden,
halten laut TNS Emnid Umfrage 71 Prozent der Deutschen die Pläne der
Bundesregierung für gerechtfertigt. Die geplante Regelung schließt 90
Prozent der Stromerzeugung explizit vom Klimaschutzbeitrag aus. Es
handelt sich also um einen überaus moderaten Eingriff in die
Stromerzeugung.

„Die Unterstützung der Bundesbürger für das geplante Vorhaben der
Bundesregierung ist überwältigend. Gerade vor dem G7-Treffen im
Sommer und dem UN-Klimagipfel im Herbst ist es jetzt von besonders
großer Bedeutung, nicht vor den Drohgebärden einiger weniger
Energieunternehmen einzuknicken“, sagt Regine Günther, Leiterin
Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF.

Hinweis zur Umfrage:

Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von TNS Emnid
bereitgestellt worden. An der Befragung nahmen 1002 Erwachsene teil.
Die Erhebung fand zwischen dem 18. und dem 20.04.2015 statt. Die
Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter
14+).

Pressekontakt:
WWF World Wide Fund For Nature
Sylvia Ratzlaff, Pressestelle, Mobil: 0151 1885 4846
E-Mail: sylvia.ratzlaff@wwf.de

Jörg Haas, Pressesprecher, Campact e.V., haas@campact.de, Tel. 0152 –
22888799

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