Schwäbische Zeitung: Die Sanktionen gegen Russland wirken

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Zum dreizehnten Mal hat sich Wladimir Putin in
einer sorgsam orchestrierten Frageshow dem Publikum gestellt. Und
siehe da, der selbstsichere russische Präsident schien zu spüren,
dass die Kritik an ihm wächst. Dass Putin bei dem vierstündigen
Auftritt nicht nur mit Arroganz reagierte, wie es sonst meist seine
Art ist, erscheint bemerkenswert.

Auch wenn sich der Rubel gerade erholt und die Ölpreise steigen,
bleibt doch die strukturelle Schwäche der Wirtschaft sichtbar. Es
gibt kaum Handwerk, die Landwirtschaft wurde vernachlässigt,
wichtigstes Exportgut sind fossile Brennstoffe.

Die von der EU und den USA wegen des Ukraine-Krieges verhängten
Sanktionen sind nicht die Auslöser der Krise, sondern sie
unterstreichen lediglich die Anfälligkeit der einstigen Weltmacht.
Viele Fragen zielten auf die sozialen Ungerechtigkeiten in einem
Land, das über lange Zeit, als es noch Teil der Sowjetunion war, die
wirtschaftliche Gleichheit proklamiert hatte.

Wie ernst es steht, zeigte das Eingeständnis Putins, dass der Mord
am Regierungskritiker Boris Nemzov wohl nie aufgeklärt werden würde.
Welch eine Bankrotterklärung für jemanden, der eigentlich als
allmächtig gesehen werden möchte.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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